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Klubradio in Ungarn wurde Lizenz zu Unrecht entzogen

Budapest — Der regierungskritische ungarische Rundfunksender Klubradio hat nach dem Verlust seiner Frequenz für die Hauptstadt Budapest einen juristischen Erfolg errungen. Das Berufungsgericht in Budapest entschied, dass der umstrittene Medienrat des Landes im Dezember die angestammte Frequenz des Senders nicht an den unbekannten Sender Autoradio hätte vergeben dürfen. Das Gericht erklärte diese Entscheidung wegen Formfehler für ungültig und sprach indirekt Klubradio die Frequenz zu.

Das Gericht habe entschieden, dass ein "neuer Sieger" ausgerufen werden müsse, bei dem es sich nur um Klubradio handeln könne, sagte der Anwalt des Senders, Richard Stock, nach dem Urteil. Das Berufungsgericht war in dem Fall die höchste Instanz, die angerufen werden konnte. Es ist keine weitere Berufung möglich. Zur Unterstützung für Klubradio waren im Dezember und im Januar tausende Menschen in Budapest auf die Straße gegangen. Ende Februar sprach die ungarische Justiz dem Sender eine neue Frequenz für Budapest zu.