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Anleger von Google wegen Umsatz enttäuscht

New York — Die erfolgsverwöhnten Anleger von Google haben mit Enttäuschung auf die neuen Zahlen des Internetriesen reagiert. Obwohl Google nach eigenen Angaben den Jahresumsatz um 29,3 Prozent auf 37,91 Milliarden Dollar (29,33 Milliarden Euro) steigerte und den Jahresgewinn um 14,5 Prozent auf 9,7 Milliarden Dollar, blickten die Märkte nur auf die Quartalszahlen. Denn die blieben hinter den Erwartungen der Analysten zurück.

Im vierten Quartal 2011 steigerte Google seinen Gewinn um 6,7 Prozent auf 2,71 Milliarden Dollar - eine Verlangsamung im Vergleich zum Rest des Jahres. Die Analysten hatten für Google ein Gewinn pro Aktie von 10,49 Dollar erwartet, heraus kamen aber nur 9,50 Dollar. Die Enttäuschung ließ sich am Börsenkurs ablesen: Er rutschte um rund neun Prozent ab.

Google-Chef Larry Page gab sich in einer Telefonkonferenz mit Analysten dennoch betont optimistisch. Er sei "super aufgeregt" angesichts des Wachstums des Smartphone-Betriebssystems Android, des E-Mail-Dienstes Gmail und des sozialen Netzwerkes Google+, "das jetzt 90 Millionen Nutzer hat, mehr als doppelt so viel, wie ich vor drei Monate angekündigt habe", sagte Page. Auch für das Jahr 2012 sei er sehr zuversichtlich: "Da sind gewaltige Möglichkeiten, um Nutzern zu helfen und unser Geschäft auszubauen."

Etwas besser als von den Wall-Street-Analysten vorhergesagt verlief das letzte Quartal des vergangenen Jahres für den US-Softwarekonzern Microsoft. Microsoft meldete einen Gewinn von 6,62 Milliarden Dollar von Oktober bis Dezember, dem zweiten Quartal seines Geschäftsjahres. Im Jahresvergleich ging der Gewinn jedoch leicht zurück: Im letzten Quartal 2010 hatte Microsoft 6,63 Milliarden Dollar Gewinn gemacht. Seinen Umsatz steigerte das Unternehmen nach eigenen Angaben von Oktober bis Dezember 2011 um fünf Prozent auf 20,89 Milliarden Dollar.

Auch der US-Technologiekonzern IBM legte am Donnerstag seine Jahreszahlen vor. Er steigerte seinen Gewinn 2011 um sieben Prozent auf 15,9 Milliarden Dollar. Auch der Umsatz erhöhte sich um sieben Prozent auf 106,9 Milliarden Dollar. Beide Zahlen blieben jedoch hinter den Erwartungen der Marktbeobachter zurück. Bei den Verkaufszahlen konnte IBM vor allem in den Schwellenländern zulegen, allen voran in Brasilien, Russland, Indien und China.