Hamburg (AFP) — Der Mord an der deutsch-afghanischen Schülerin Morsal O. hat nun auch für ihren Vater strafrechtliche Konsequenzen. Das Hamburger Landgericht verurteilte den gebürtigen Afghanen wegen Misshandlung Schutzbefohlener und Verletzung der Fürsorgepflicht per Strafbefehl zu zehn Monaten Haft auf Bewährung, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der Hamburger Ausgabe der "Bild"-Zeitung" sagte. Gegen Morsals Vater war wegen mehrerer gewalttätiger Übergriffe auf seine Tochter ermittelt worden.
Die 16-jährige Morsal war am 15. Mai 2008 von ihrem Bruder auf einem Hinterhof im Stadtteil St. Georg wegen ihres westlichen Lebensstils mit 23 Messerstichen umgebracht worden. Das Gericht verurteilte den 25-Jährigen wegen heimtückischen Mordes aus niederen Beweggründen im Februar zu lebenslanger Haft.
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