Durban (AFP) — Die alljährliche Wanderung der Sardinenschwärme entlang der südafrikanischen Küste verzögert sich dieses Jahr offenbar wegen des globalen Klimawandels. Wegen der gestiegenen Wassertemperatur im Indischen Ozean hätten sich weniger Fische auf die Wanderung gemacht, sagte ein Experte der Universität von Kwazulu-Natal.
Das Wasser an der Küste in der Provinz Kwazulu-Natal sei "noch zu warm und im Moment scheinen die Bedingungen insgesamt nicht gut zu sein". Momentan ist in Südafrika Winter und die Fische machen sich um diese Zeit, wenn die Wassertemperatur normalerweise unter 20 Grad sinkt, millionenfach auf die Reise vom Süden des Landes bis nach Durban an der Ostküste.
Die Schwärme sind wichtig für das Ökosystem der Region. Von den Fischen ernähren sich zehntausende Delphine und Haie und mehr als 100.000 Seevögel, weil es im Indischen Ozean an dieser Stelle das restliche Jahr über nur wenig Nahrung gibt. Die Sardinenwanderung im Juni und Juli zieht regelmäßig auch zahlreiche Schaulustige an.
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