Berlin (AFP) — Opel-Chef Hans Demant hat bestritten, dass der Mutterkonzern General Motors Schulden bei der deutschen Tochter hat. "GM hat keine Schulden bei Opel", sagte Demant der Online-Ausgabe der "Frankfurter Rundschau". Der Zahlungsverkehr aus den USA laufe "bisher unverändert". Der deutsche Autobauer habe die Bundesregierung und die Länder, in denen Opel produziere, nur für den Fall um eine Bürgschaft gebeten, in dem sich die Lage bei GM weiter verschlechtere und Zahlungen ausbleiben sollten.
Wie das Blatt unter Berufung auf Regierungskreise berichtete, habe Opel in den Gesprächen mit Bund und Ländern in der vergangenen Woche stets den Eindruck erweckt, Forderungen von etwas mehr als zwei Milliarden Euro gegenüber dem Mutterkonzern General Motors zu haben und deswegen in finanziellen Schwierigkeiten zu stecken. Das sei sowohl bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als auch im Bundeswirtschaftsministerium und Bundesfinanzministerium so gewesen. "Opel hat uns ganz konkrete Zahlen genannt", zitierte das Blatt aus den Kreisen.
Mehr als die Hälfte der Deutschen lehnt finanzielle Hilfen aus Steuermitteln für den Autohersteller Opel ab: 54 Prozent sind der Meinung, dass sich der Staat aus der Krise des Konzerns heraushalten solle, wie das ZDF-Politbarometer ergab. Während die Anhänger von Union und SPD geteilter Auffassung über staatliche Hilfen sind, lehnen Anhänger der FDP, Grünen und der Linken diese mehrheitlich ab. Gegen finanzielle staatliche Unterstützung auch für andere Autohersteller sprachen sich 56 Prozent der Befragten aus.
Nach der Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage befragt waren 69 Prozent der Bundesbürger der Meinung, dass es mit der Wirtschaft in Deutschland bergab gehe. Vor zwei Wochen lag die Zahl noch bei 59 Prozent. Lediglich vier Prozent der Befragten sehen einen Aufwärtstrend, ein Viertel geht von keinen großen Veränderungen aus.
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