Tokio (AFP) — Auf der Suche nach frischem Kapital verkauft der schwer angeschlagene US-Autobauer General Motors seine Beteiligung am japanischen Konkurrenten Suzuki. Der 3,2-Prozent-Anteil werde am Dienstag für umgerechnet 180 Millionen Euro verkauft, teilte Suzuki in Tokio mit. Die Aktien werden demnach von Suzuki umgehend aufgekauft. "Ich verstehe die Notwendigkeit für General Motors, sich von den Anteilen zu trennen, um Kapital zu erhalten und ich habe entsprechend geantwortet", erklärte Suzuki-Chef Osamu Suzuki.
Der Verkauf stelle die Partnerschaft der beiden Firmen nicht in Frage, teilte Suzuki mit. Der japanische Hersteller und General Motors arbeiten seit 1981 auf den Feldern Technologie und Vertrieb zusammen. Die beiden Autobauer besitzen unter anderem eine gemeinsame Fabrik in Kanada. General Motors hatte anfangs rund 20 Prozent an Suzuki gehalten, den Anteil aber schon im März 2006 stark verringert. Am Dienstag will General Motors nun komplett bei Suzuki aussteigen.
General Motors steckt in einer schweren Liquiditätskrise. Weil davon auch der Geldfluss an die Tochter Opel gefährdet ist, hat der deutsche Autobauer die Bundesregierung um staatliche Hilfen gebeten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will heute mit der Opel-Spitze zusammenkommen. Im US-Kongress steht ein hartes Ringen um staatliche Hilfen für die US-Autobauer bevor.
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