Indien übergibt Pakistan Beweise zu Anschlägen von Bombay

Neu Delhi/Islamabad (AFP) — Indien hat Pakistan nach Angaben von Außenminister Pranab Mukherjee Beweismaterial für die Verwicklung von "pakistanischen Elementen" in die Anschlagsserie von Bombay übergeben. Bei den Anschlägen in Bombay Ende November 2008 mit 172 Toten handele es sich um ein "unverzeihliches Verbrechen", Pakistan müsse nun seinen internationalen Verpflichtungen nachkommen, erklärte Mukherjee. Indien vermutet hinter den Anschlägen Islamisten von der in Pakistan ansässigen Organisation Lashkar-e-Taiba. Diese kämpft gegen die indische Vorherrschaft in der zwischen Pakistan und Indien umstrittenen Region Kaschmir.

Durch die Anschlagsserie wurden die Beziehungen der seit langem verfeindeten Nachbarstaaten Indien und Pakistan weiter belastet. Die Atommächte führten seit ihrer Unabhängigkeit 1947 bereits drei Mal Krieg gegeneinander.

Unterdessen traf der US-Südostasien-Beauftragte Richard Boucher zu Gesprächen mit der pakistanischen Führung in Islamabad ein. Hauptthemen sollten nach Angaben des pakistanischen Außenministeriums die pakistanisch-indischen Beziehungen sowie die Zusammenarbeit zwischen USA und Pakistan im Anti-Terror-Kampf sein.

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