High-Tech-Branche: Nur kleine Delle durch Wirtschaftskrise

Berlin (AFP) — Die High-Tech-Branche erwartet durch die Wirtschaftskrise nur eine kleine Delle in ihrem Geschäft. Dieses Jahr werde der Umsatz mit Produkten und Diensten rund um Computer und Telekommunikation in Deutschland um 2,5 Prozent auf 141 Milliarden Euro zurückgehen, erklärte der Branchenverband Bitkom. Im kommenden Jahr werde der Markt dann wieder um 0,3 Prozent anziehen. "Die Wirtschaftskrise geht an der deutschen Hightech-Industrie nicht spurlos vorbei, trifft sie aber nicht so stark wie viele andere Branchen", erklärte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer.

Die ITK-Industrie entwickle sich deutlich besser als die Gesamtwirtschaft, hob Bitkom hervor. "Privatkunden zeigen bislang kaum Kaufzurückhaltung infolge der Krise", erklärte Scheer. Sensibler auf den konjunkturellen Abschwung reagierten aber Geschäftskunden: Insbesondere Unternehmen, die selbst stark von der Krise betroffen sind, verschieben demnach Investitionen in neue Technik. "Derzeit bildet sich ein Investitionsstau, der sich schon bald wieder auflösen wird. Die Unternehmen müssen ihre alten Rechner ersetzen und neue Software einführen, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben wollen", betonte Scheer.