Tijuana (AFP) — In der mexikanischen Stadt Tijuana an der Grenze zu den USA sind am Sonntag neun Leichen mit abgehackten Köpfen gefunden worden. Nach Angaben der örtlichen Behörden wurden die Opfer in einem unbebauten Grundstück in der Grenzstadt entdeckt. In Tijuana tobt ein erbitterter Revierkampf zwischen Drogenbanden um die Kontrolle der Grenzstadt und Schmuggelrouten in die USA. Seit Samstag wurden demnach fünf weitere Morde verübt. Der Gewalt im Zusammenhang mit dem Drogenschmuggel in Mexiko sind seit Jahresbeginn mehr als 4500 Menschen zum Opfer gefallen.
Allein in der Grenzregion zwischen Tijuana und Ciudad Juárez gegenüber der texanischen Stadt El Paso wurden nach Angaben der kalifornischen Staatsanwaltschaft seit Anfang September 350 Menschen getötet. Ciudad Juárez gilt als gefährlichste Stadt Mexikos, allein dort starben im Drogenkrieg seit Beginn des Jahres bereits 1500 Menschen. Der Krieg zwischen den verschiedenen Drogenkartellen ist in dieser Region durch den Kampf um die Lieferrouten in die USA besonders hart. Die USA sind der weltweit größte Konsument von Kokain, das ausschließlich aus Lateinamerika stammt. Rund 950 Tonnen der Droge werden jährlich dort produziert.
Der seit zwei Jahren amtierende mexikanische Präsident Felipe Calderón hatte den Kampf gegen die Rauschgiftkriminalität zu einem Schwerpunkt seiner Regierungszeit erklärt. Mittlerweise sind dafür rund 36.000 Polizisten und Soldaten im Einsatz.
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