München (AFP) — Der Amokschütze von Winnenden hat in der Nacht vor der Tat stundenlang vor dem Computer gesessen. Tim K. habe seinen PC "letztmalig am 11. März gegen 00.20 Uhr" ausgeschaltet, nachdem sein Benutzerkonto zuvor mehr als sechs Stunden aktiv gewesen sei, berichtete das Nachrichtenmagazin "Focus" unter Berufung auf Ermittlungsakten. Der 17-Jährige hatte bei dem Amoklauf an seiner früheren Schule in Winnenden und seiner späteren Flucht ingesamt 15 Menschen und sich selbst getötet.
Keinerlei Nachweis fanden die Ermittler dafür, dass die Seite krautchan.net in den Tagen vor der Tat von einem der drei Computer der Familie K. aufgerufen wurde. Auf der Website war nach dem Amoklauf eine angebliche Ankündigung der Tat gefunden worden. Laut Polizeiakten "sprechen die meisten Indizien dafür, dass der Beitrag gefälscht ist", berichtete "Focus".
Ob Tim K. vor der Tat ein Ego-Shooter-Spiel wie "Counter Strike" gespielt habe, sei noch nicht abschließend geklärt. Im Cache seines Internetbrowsers sei "eine größere Anzahl erotischer bzw. pornografischer Bilddateien" entdeckt worden.
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