Der Original-Doodler!
Die Google-Doodles, die Zeichnungen, die auf, um und in dem Google-Logo auf unserer Homepage zu sehen sind, sind das Werk des 30-jährigen Google-Webmasters Dennis Hwang. Seit Dennis im Jahr 2000 damit begann, weltweite Ereignisse und Feiertage mit seinen Google-Doodles zu feiern und hervorzuheben, haben Millionen seine Arbeit gesehen und diese mittlerweile Kult-Status erlangt: Fans warten mit angehaltenem Atem auf sein nächstes Werk und es gibt sogar Websites und Blogs, die seiner Arbeit gewidmet sind. Wir haben mit Dennis über seine Google-Doodles und darüber, wie er zu seinem Traumjob gekommen ist, gesprochen.
- Die meisten Menschen können beruflich nur eines ihrer Interessen weiterverfolgen. Wie sind Sie zu einem solch coolen Job gekommen, bei dem Sie Computer und Kunst miteinander verbinden können?
- Als ich das College besuchte, habe ich ein Praktikum bei Google gemacht. Meine Aufgabe bestand darin, die Website zu pflegen, und ich wurde bald zu einem Assistenten des Webmasters. Bevor ich zu Google kam, hatten die Gründer Larry Page und Sergey Brin bereits über Logos für die Feiertage nachgedacht … und als ich dazukam, wussten sie, dass ich Kunst studierte, und schlugen vor, dass ich es mal versuchen sollte. Seitdem ist dies mein 20%-Projekt.
- Halten Sie sich ständig über die aktuellen Ereignisse und Feiertage auf dem Laufenden?
- Wie weit ich im Voraus arbeite, ist unterschiedlich. Manchmal müssen wir sehr schnell auf aktuelle Ereignisse reagieren. Nach der Landung des Mars-Rovers entwickelte ich in weniger als 24 Stunden ein Logo. Wenn es in anderen Ländern einen besonderen Tag gibt, der unserer Meinung nach zur Marke Google passt, wollen wir diesen ebenfalls feiern.
- Bekommen Sie Vorschläge von den Google-Anwendern?
- Ich bekomme recht viele Vorschläge von den Anwendern. Wir freuen uns über das Feedback der Anwender und über die Ideen, die sie uns schicken, weil unsere Anwender sehr kreativ sind. Zum Beispiel hat uns ein französischer Astronom eine E-Mail über den Venustransit geschickt, bei dem die Venus alle 122 Jahre einen Schatten auf die Sonne wirft. Während des Transits sieht man schwarze Punkte, die sich über die Sonne bewegen. Und so habe ich das gezeichnet.
- Wie entscheiden Sie sich für das Design der Zeichnungen?
- Ich beginne mit einem Brainstorming, suche bei Google nach Bildern und schaue mir alles an. Dann entwickle ich ein Design, das mit den Buchstaben interagiert. Das finde ich etwas interessanter.
- Haben Sie Lieblings-Google-Doodles?
- Ich habe mehrere Favoriten. Meistens gebe ich mir für die Geburtstage von Künstlern, wie z.B. den Geburtstag von Monet, die meiste Mühe.
- Wie schwierig ist es, immer wieder neue Ideen für wiederkehrende Feiertage zu finden?
- Das ist auf jeden Fall eine Herausforderung, aber eine, auf die ich mich freue. Ich tu dies nur schon eine ganze Zeit lang und muss mir jedes Jahr neue Ideen einfallen lassen. Es gibt nun mal nicht unendlich viele Möglichkeiten, einen Truthahn oder einen Kürbis zu zeichnen.