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--><generator uri="http://www.google.com/reader">Google Reader</generator><id>tag:google.com,2005:reader/user/16755162361304307764/state/com.google/broadcast</id><link rel="hub" href="http://pubsubhubbub.appspot.com/"/><title>Nils Reiter's shared items in Google Reader</title><gr:continuation>CMXZ8rLs3pwC</gr:continuation><link rel="self" href="http://www.google.com/reader/public/atom/user%2F16755162361304307764%2Fstate%2Fcom.google%2Fbroadcast"/><author><name>Nils Reiter</name></author><updated>2010-07-20T11:10:08Z</updated><entry gr:crawl-timestamp-msec="1279624208052"><id gr:original-id="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/?p=9753">tag:google.com,2005:reader/item/c9ef51daf585e88d</id><category term="blog"/><category term="Welt"/><title type="html">Chronisch krank</title><published>2010-07-20T08:18:59Z</published><updated>2010-07-20T08:18:59Z</updated><link rel="alternate" href="http://feedproxy.google.com/~r/StefanNiggemeier/~3/5rzMtNAoRqw/" type="text/html"/><content xml:base="http://www.stefan-niggemeier.de/blog" type="html">&lt;p&gt;Es ist alles noch viel schlimmer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seit über einem Jahrzehnt schreibt der Journalist Christoph B. Schiltz für die „Welt” auf der Grundlage einer Statistik des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) immer wieder über den jeweiligen Krankenstand in Deutschland. Seit über einem Jahrzehnt missversteht er, was diese Statistik misst, und interpretiert die Zahlen falsch. Und seit über einem Jahrzehnt übernehmen Nachrichtenagenturen und vermeintliche Qualitätsmedien seine falschen Interpretationen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das BMG misst den Krankenstand mit der Statistik KM 1/13. Es ist eine höchst ungenaue Messung, und die Regierung &lt;a href="http://www.gbe-bund.de/gbe10/abrechnung.prc_abr_test_logon?p_uid=gasts&amp;amp;p_aid=&amp;amp;p_knoten=FID&amp;amp;p_sprache=D&amp;amp;p_suchstring=12428::Arbeitsunf%E4higkeit"&gt;räumt das selbst auch ein&lt;/a&gt;. Es handelt sich um eine Stichtagserhebung: Die Krankenkassen melden dem Ministerium, wieviel Prozent ihrer Versicherten am Ersten eines jeden Monats vom Arzt krankgeschrieben waren. Wenn eine Grippewelle Deutschland vom 5. bis 25. Februar lahmlegt, taucht das in der Statistik nicht auf. Wenn der Erste eines Monats auf einen Sonntag fällt, liegt der gemeldete Krankenstand für diesen Monat niedriger als wenn er auf einen Montag fällt, weil sich am Wochenende weniger Menschen neu krankschreiben lassen. Wegen der Feiertage am jeweiligen Monatsanfang fallen die gemeldeten Krankenstände im Januar und Mai immer relativ niedrig aus. Und weil die Statistik nur ärztliche Krankschreibungen zählt, erfasst sie Kurzzeiterkrankungen in der Regel nicht, weil für ein oder zwei Tage Fehlen meistens kein Attest nötig ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Aussagekraft der Zahlen ist also sehr gering, aber wenn man die Einschränkungen kennt, kann man natürlich dennoch interessante Rückschlüsse aus ihnen ziehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Christoph B. Schiltz kennt sie nicht. Christoph B. Schiltz glaubt, dass die Prozentangaben in der Statistik des BMG nicht das Verhältnis der Krankgeschriebenen zu den Nicht-Krankgeschriebenen am jeweiligen Stichtag angeben, sondern das Verhältnis der Fehlzeiten zur Soll-Arbeitszeit im jeweiligen Monat. Das tun sie nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oder &lt;a href="http://www.bmg.bund.de/cln_160/nn_1168258/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2009/Presse-3-2009/pm-13-07-09-krankenstand.html?__nnn=true"&gt;wie das Gesundheitsministerium formuliert&lt;/a&gt;: „Schlüsse auf eine Differenz zur Sollarbeitszeit oder auf die Zahl der Fehl-Arbeitstage pro Jahr lassen sich nicht ziehen.”&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Schlüsse zieht Christoph B. Schiltz aber seit mindestens 1998. Er hat den Zahlen in zig Artikeln in der „Welt” und ihrer Teilkopie „Berliner Morgenpost” eine Bedeutung zugeschrieben, die sie nicht haben. Er tut das mit großer Routine. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Welt”, 27.7.1999:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Nach der neusten Statistik des Bundesgesundheitsministeriums (BMG), die der WELT vorliegt, fehlten die 30,1 Millionen Arbeitnehmer im ersten Halbjahr 1999 4,25 Prozent der Sollarbeitszeit. Dies entspricht 4,62 Arbeitstagen und einem Anstieg von 6,2 Prozent gegenüber den ersten sechs Monaten 1998.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;„Welt”, 20.1.2000:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Laut Statistik des Bundesge-sundheitsministeriums (BMG), die der WELT vorliegt, fehlten die 32,08 Millionen Arbeitnehmer im Jahr 1999 4,25 Prozent der Sollarbeitszeit. Dies entspricht einer Fehlquote von 9,4 Arbeitstagen.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;„Welt”, 5.7.2000:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt; Laut der neuesten Statistik des Bundesgesundheitsministeriums (BMG), die der WELT vorliegt, fehlten die 31,9 Millionen Arbeitnehmer im ersten Halbjahr 4,23 Prozent der Sollarbeitszeit. Dies entspricht einer Fehlquote von 4,6 Arbeitstagen.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;„Welt”, 31.7.2002:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Laut Statistik des Bundesgesundheitsministeriums (BMG), die der WELT vorliegt, fehlten die Arbeitnehmer im ersten Halbjahr 4,18 Prozent der Sollarbeitszeit – ein Minus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies entspricht 5,1 Arbeitstagen.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;„Welt”, 15.10.2002:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Nach den neuesten Erhebungen des Bundesgesundheitsministeriums (BMG), die der WELT vorliegen, fehlten die Arbeitnehmer zwischen Januar und September 2002 insgesamt 4,02 Prozent der Sollarbeitszeit (Vorjahr: 4,17 Prozent). Dies entspricht 6,6 Arbeitstagen.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;„Welt”, 2.1.2003:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Nach den neuesten Erhebungen des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS), die der WELT vorliegen, fehlten die Arbeitnehmer im vergangenen Jahr vier Prozent der Sollarbeitszeit. Dies entspricht 8,8 Arbeitstagen.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;„Welt”, 21.10.2003:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Nach den neuesten Erhebungen des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS), die der WELT vorliegen, fehlten die Arbeitnehmer zwischen Januar und September 2003 aus Krankheitsgründen durchschnittlich 3,58 Prozent der Sollarbeitszeit. Dies entspricht 5,8 Arbeitstagen und bedeutet einen Rückgang von 11,2 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (4,03 Prozent der Sollarbeitszeit).&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;„Welt”, 29.12.2003:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt; Laut neuen Statistiken des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS), die der WELT vorliegen, fehlten die Arbeitnehmer im abgelaufenen Jahr 3,6 Prozent derSollarbeitszeit. Dies entspricht 8,97 Arbeitstagen.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;„Welt”, 20.12.2004:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt; Laut neuesten Statistiken des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung fehlten die 34,1 Millionen Arbeitnehmer im abgelaufenen Jahr aus Krankheitsgründen 3,3 Prozent der Sollarbeitszeit. Dies entspricht einer Fehlquote von 7,35 Arbeitstagen.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;„Welt”, 15.1.2007:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Nach neuesten Erhebungen des Bundesgesundheitsministeriums (BMG), die der WELT vorliegen, fehlten die Arbeitnehmer 2006 im Durchschnitt 3,29 Prozent der Sollarbeitszeit. Das entspricht 7,2 Arbeitstagen.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;„Welt”, 28.12.2009:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Im abgelaufenen Jahr fehlten die Arbeitnehmer in Deutschland laut neuen Statistiken des Bundesgesundheitsministeriums (BMG), die der WELT vorliegen, 3,3 Prozent der Sollarbeitszeit. Dies ist ein Gleichstand gegenüber dem Vorjahr und entspricht 7,3 Arbeitstagen.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;„Welt”, 19.7.2010:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Die Arbeitnehmer fehlten in den ersten sechs Monaten laut den neuesten Statistiken des Bundesgesundheitsministeriums (BMG), die der WELT vorliegen, 3,58 Prozent der Sollarbeitszeit – das sind zehn Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Fehlquote entspricht vier Arbeitstagen.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;(Kleine Auswahl.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Allein fast ein Dutzend Mal vermeldete Schiltz in der „Welt”, dass der Krankenstand auf ein „Rekordtief” gefallen sei. Ungefähr ein Jahrzehnt lang variierte er minimal den Satz: „Arbeitsmarktexperten nennen als wichtigste Gründe für den niedrigen Krankenstand die schwache Konjunktur und die Angst der Arbeitnehmer, in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit im Krankheitsfall den Job zu verlieren.” Gleich dreimal zitierte er den Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit, Joachim Möller, mit demselben Satz:  „In wirtschaftlichen Krisenzeiten sinken tendenziell die Krankenstände.”&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das mag immerhin stimmen. Schiltz’ Zahlen stimmen nicht. Noch einmal: Man kann aus den der „Welt” jeweils „vorliegenden” „neuesten” Statistiken des BMG weder die Fehlzeit als Anteil der Sollarbeitszeit errechnen, noch die entsprechenden Arbeitstage.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fast amüsant ist es nachzulesen, wie Schiltz die Schwankungen der Monatswerte von Jahr zu Jahr notiert, ohne die einfache Erklärung dafür zu erkennen. Am 16.4.1999 zum Beispiel notierte er in der „Welt”: &lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Besonders deutlich war der Anstieg in den Monaten Februar und März [1999 gegenüber 1998].&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Ich verrate Ihnen und ihm ein Geheimnis: Die Stichtage für die Erhebung, der 1. Februar und der 1. März, waren 1998 Sonntage, 1999 Montage. Alles andere als ein besonders deutlicher Anstieg in der Zahl der Krankgeschriebenen an diesen Stichtagen 1999 wäre wahrlich bemerkenswert gewesen. Aber Schiltz glaubt ja, es handele sich um die Fehlzeiten. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immer wieder betont er in seinen Jahres-, Halbjahres und Quartalberichten auch, dass der Krankenstand im Januar besonders niedrig gewesen sei. Nun ja: Da ist Stichtag Neujahr. Die meisten frisch Erkrankten werden erst am 2. Januar zum Arzt gehen und somit in der Januar-Statistik fehlen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun könnte man das alles abtun als die erstaunliche, und doch irgendwie nicht überraschende Geschichte eines Journalisten, der vor vielen Jahren eine Statistik für sich entdeckt, sie aber in all den Jahren nicht verstanden hat. Es ist aber alles noch schlimmer. Seine Fehlinterpretation gibt seine Zeitung routinemäßig an die Nachrichtenagenturen, die sie routinemäßig ungeprüft zu Meldungen verarbeiten, die andere Zeitungen routinemäßig ungeprüft weiterverbreiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Allein die Nachrichtenagentur dpa vermeldete seit 1998 mindestens zwei Dutzend Mal die falschen Anteile der „Soll-Arbeitszeiten” unter Berufung auf die „Welt”. Aber auch AP, AFP, Reuters, epd fielen auf den cleveren ahnungslosen „Welt”-Journalisten und seine Vorabmeldungen herein. Der Unsinn erschien im Laufe der Jahre u.a. in „Berliner Zeitung”, „B.Z.”, „taz”, „Bild” und „Süddeutscher Zeitung”.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seit vergangenem Jahr scheint das Gesundheitsministerium zu versuchen, mit Pressemitteilungen gegenzusteuern. Mit welchem Erfolg &lt;a href="http://www.bildblog.de/20577/journalisten-ein-berufsstand-meldet-sich-krank/"&gt;können Sie im BILDblog nachlesen&lt;/a&gt;. Aber natürlich auch erraten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Nachtrag, 20.20 Uhr.&lt;/b&gt; BILDblog-Leser Christian M. hat nachgerechnet und ein weiteres Detail dieses umfassenden Desasters offengelegt:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man um die Sache mit den Stichtagen weiß, bleibt von den aktuellen Meldungen über den (angeblich wegen der besseren Konjunktur) sprunghaft gestiegenen Krankenstand im ersten Halbjahr nichts, aber auch gar nichts übrig. Es verhält sich nämlich so, dass von den sechs Stichtagen 2009 gleich fünf auf einen Sonn- oder Feiertag fielen. 2010 waren das nur zwei. &lt;em&gt;Das&lt;/em&gt; ist der Grund, warum der Krankenstand im ersten Halbjahr 2010 scheinbar sprunghaft gestiegen ist. &lt;/p&gt;
&lt;div&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/StefanNiggemeier?a=5rzMtNAoRqw:uLo0tPCqzlw:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/StefanNiggemeier?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/StefanNiggemeier?a=5rzMtNAoRqw:uLo0tPCqzlw:D7DqB2pKExk"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/StefanNiggemeier?i=5rzMtNAoRqw:uLo0tPCqzlw:D7DqB2pKExk" border="0"&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/StefanNiggemeier/~4/5rzMtNAoRqw" height="1" width="1"&gt;</content><author><name>Stefan Niggemeier</name></author><gr:likingUser>01698064326612589433</gr:likingUser><source gr:stream-id="feed/http://stefan-niggemeier.de.dd19730.kasserver.com/blog/feed/"><id>tag:google.com,2005:reader/feed/http://stefan-niggemeier.de.dd19730.kasserver.com/blog/feed/</id><title type="html">Stefan Niggemeier</title><link rel="alternate" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog" type="text/html"/></source></entry><entry gr:crawl-timestamp-msec="1278600616756"><id gr:original-id="http://log.texttheater.de/?p=1727">tag:google.com,2005:reader/item/17539dcbee08594f</id><category term="Fiction"/><category term="Welt"/><title type="html">Storno</title><published>2010-07-08T14:03:49Z</published><updated>2010-07-08T14:03:49Z</updated><link rel="alternate" href="http://log.texttheater.de/storno" type="text/html"/><content xml:base="http://log.texttheater.de/" type="html">&lt;p&gt;- Ja, guten Tag, Reisezentrum Tübingen, Huber. Ich habe ein Problem, und zwar möchte der Kunde ein Ticket stornieren, das System lässt mich aber nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(…)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;- Okay, probieren Sie mal folgendes: Haben Sie das Ticket vorliegen?&lt;br&gt;
- Ja.&lt;br&gt;
- Dann klemmen Sie das Ticket fest zwischen Daumen und Zeigefinger beider Hände, wobei die beiden Hände dicht nebeneinander liegen sollten, oben in der Mitte des Tickets. Haben Sie das?&lt;br&gt;
- Ja.&lt;br&gt;
- Gut. Dann ziehen Sie jetzt kräftig die linke Hand zurück und die rechte nach vorn. Sie sollten jetzt ein ungültiges Ticket in zwei Hälften in der Hand haben. Haben Sie das?&lt;br&gt;
- Ja.&lt;br&gt;
- Gut, dann kann ich das Ticket jetzt von hier aus als storniert eintragen.&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Related posts:&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://log.texttheater.de/guten-tag-was-kann-ich-fuer-sie-tun-2002" rel="bookmark" title="Permanent Link: “Guten Tag, was kann ich für Sie tun?”"&gt;“Guten Tag, was kann ich für Sie tun?”&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;&lt;/p&gt;</content><author><name>ke</name></author><source gr:stream-id="feed/http://log.texttheater.de/feed"><id>tag:google.com,2005:reader/feed/http://log.texttheater.de/feed</id><title type="html">Texttheater</title><link rel="alternate" href="http://log.texttheater.de" type="text/html"/></source></entry><entry gr:crawl-timestamp-msec="1278070894536"><id gr:original-id="http://npd-blog.info/?p=12176">tag:google.com,2005:reader/item/9391228047f01e9a</id><category term="Allgemein"/><category term="Antisemitismus"/><category term="Schweiz"/><category term="Österreich"/><title type="html">Antisemitische Bildsprache bei der Piratenpartei</title><published>2010-07-02T11:31:15Z</published><updated>2010-07-02T11:31:15Z</updated><link rel="alternate" href="http://npd-blog.info/2010/07/02/antisemitische-bildsprache-bei-der-piratenpartei/" type="text/html"/><summary xml:base="http://npd-blog.info/" type="html">In ihrer Stopp-Acta-Kampagne verwenden die Piratenparteien aus der Schweiz, Deutschland, Mexico und weiteren Ländern eine Krake, die den Erdball umschlingt. Sie kommen damit in eine gefährliche Nähe des antisemitischen Stilmittels der Krake über dem Erdball. Dieses wird immer wieder bewusst eingesetzt, von Antisemiten und Neonazis, um dem Betrachter die ...</summary><author><name>Sebastian Brux</name></author><source gr:stream-id="feed/http://npd-blog.info/feed/"><id>tag:google.com,2005:reader/feed/http://npd-blog.info/feed/</id><title type="html">NPD-BLOG.INFO</title><link rel="alternate" href="http://npd-blog.info" type="text/html"/></source></entry><entry gr:crawl-timestamp-msec="1277389776264"><id gr:original-id="http://www.spreeblick.com/?p=33467">tag:google.com,2005:reader/item/a9ead498afe018ee</id><title type="html">Au Spack Video: iPhone 4</title><published>2010-06-24T11:43:00Z</published><updated>2010-06-24T11:43:00Z</updated><link rel="alternate" href="http://www.spreeblick.com/2010/06/24/au-spack-video-iphone-4/" type="text/html"/><summary xml:base="http://pipes.yahoo.com/pipes/pipe.info?_id=QruHU3843BGtmRkmE5PZnA" type="html">&lt;p&gt;Ich gehörte in der vergangenen Nacht zu den &lt;strike&gt;Glücklichen&lt;/strike&gt; &lt;strike&gt;Volldeppen&lt;/strike&gt; Jenigen, die das iPhone 4 unbedingt vor dem Schlafengehen in den Händen halten wollten. Um euch heute ganz in der Tradition der Technikblogs, die etwas auf sich halten, ein brandexklusives Au Spack Video präsentieren zu können.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Note to our english speaking visitors, all two of them:&lt;br&gt; Subtitles will follow soon.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;UPDATE&lt;/strong&gt; We now have subtitles.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;



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&lt;p&gt;Über die gemeinsamen Gespräche mit den Journalistenverbänden bezüglich einer gemeinsamen Position sind sie etwas unzufrieden, weil diese eine 50% Beteiligungsquote der Urheber an den Einnahmen durch ein Leistungsschutzrecht verlangen. Das wird von Seiten der Verleger natürlich abgelehnt. Umstritten ist auch die “Gewerkschaftsforderung, wonach die Journalisten von Zahlungen für ein Leistungsschutzrecht gesetzlich ausgenommen werden, obwohl sie die Verlagsinhalte beruflich nutzen”. Man bedauert, dass DJV und ver.di “ihre Unterstützung auch von Bedingungen abhängig zu machen, die in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Verlegerleistungsschutzrecht stehen. So fordern sie die Umsetzung der Vergütungsregeln durch die Zeitungsverlage und einen zügigen Abschluss der Sondierungsgespräche beim VDZ sowie die Abschaffung von so genannten Buy-out-Verträgen.” Die Verbindung lehnt man natürlich ab.&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man habe aber in “vier zeitintensiven Sitzungen mit den Journalistenverbänden” Gemeinsamkeiten ausgelotet und Übereinstimmung bei der” inhaltlichen Ausgestaltung des Leistungsschutzrechts” erzielt. Auf Basis dieser Übereinstimmung hat man ein Eckpunktepapier von BDVZ und VDZ erstellt, was man gemeinsam bei der Anhörung des Bundesjustizministeriums am 28.6.2010 präsentieren will. Das Eckpunktepapier mit dem Stand vom 10. Juni 2010 dokumentieren wir weiter unten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber nicht alle Gewerkschaften kooperieren kampflos:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Nicht unproblematisch stellt sich die Situation mit kleineren Journalisten-Organisationen wie Freischreiber e.V. dar. Deren Sprecher lassen keine Gelegenheit aus, das Thema Leistungsschutzrecht mit weit hergeholten und inhaltlich nicht nachvollziehbaren Argumenten in ein schiefes Licht zu rücken. Dies war zuletzt wieder zu sehen, als ein internes Gewerkschaftspapier im Internet kursierte. Erfreulicherweise blieb die Resonanz überschaubar.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Auszug aus dem Eckpunktepapier von VDZ und BDVZ zum Leistungsschutzrecht für Presseverleger. Besonders der erste Punkt ist mehr als heikel, mit der Forderung möchte man Sprache monopolisieren, die gesellschaftlichen Auswirkungen sind immens:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Um einen effektiven Rechtsschutz zu gewährleisten, sollten nicht nur Teile des Presseerzeugnisses wie einzelne Beiträge, Vorspänne, Bilder und Grafiken geschützt werden. Schutzwürdig sind beispielsweise auch Überschriften, Sätze, Satzteile etc., soweit sie einer systematischen Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentlichen Wiedergabe in Verbindung mit dem Titel des Presseerzeugnisses dienen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vergleichbar zu Leistungsschutzrechten für andere Branchen sollte der Verleger eines Presseerzeugnisses das ausschließliche Recht haben, das Presseerzeugnis zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich wiederzugeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Recht sollte übertragbar und vergleichbar zu anderen Leistungsschutzrechten durch eine ausreichend lange Schutzfrist gewährleistet sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Recht muss den Schutz der Urheberrechte unberührt lassen und darf nicht in einer Weise ausgelegt werden können, die diesem Schutz zuwiderläuft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um einen möglichst einheitlichen Ansprechpartner für Nutzer sicherzustellen, sollte die Auswertung des Leistungsschutzrechtes nur durch eine Verwertungsgesellschaft möglich sein. Dabei muss sichergestellt sein, dass gut angenommene bestehende  Verwertungssysteme der Verlage unberührt bleiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Leistungsschutzrecht sollte gerade auch dort greifen, wo im gewerblichen Bereich die Nutzung der Onlinedienste der Verlage die Nutzung der gedruckten Presse ersetzt und zu diesem Zweck eine Vervielfältigung erfolgt. Unter Vervielfältigung ist daher auch die Vervielfältigung auf einem Gerät zur Darstellung auf dem Bildschirm zu verstehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Recht sollte nicht zu einer Situation führen, in der die Rechteinhaber dazu gezwungen wären, zu Beweiszwecken umfassende Daten über das Verhalten konkreter gewerblicher Nutzer auf den Onlineseiten der Presseverlage zu sammeln. Es sollte daher auf gesetzlicher Ebene eine Beweisregelung geschaffen werden, die eine sachgerechte Rechtsdurchsetzung ermöglicht.
&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;div style="float:right;margin-left:10px"&gt;
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				&lt;img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.netzpolitik.org%2F2010%2Fverleger-leistungsschutzrecht-soll-sprache-monopolisieren%2F&amp;amp;source=netzpolitik&amp;amp;style=compact&amp;amp;hashtags=Bundesregierung,Deutschland,leistungsschutzrecht,Urheberrecht,vdz,Verleger" height="61" width="50"&gt;&lt;br&gt;
			&lt;/a&gt;
		&lt;/div&gt;</content><author><name>markus</name></author><source gr:stream-id="feed/http://netzpolitik.org/feed/atom/"><id>tag:google.com,2005:reader/feed/http://netzpolitik.org/feed/atom/</id><title type="html">netzpolitik.org</title><link rel="alternate" href="http://www.netzpolitik.org/" type="text/html"/></source></entry><entry gr:crawl-timestamp-msec="1272951210450"><id gr:original-id="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/?p=9022">tag:google.com,2005:reader/item/40c94af1551fad11</id><category term="blog"/><title type="html">Über Abmahnungen</title><published>2010-05-03T14:49:15Z</published><updated>2010-05-03T14:49:15Z</updated><link rel="alternate" href="http://feedproxy.google.com/~r/StefanNiggemeier/~3/4Q0cIZCEh4c/" type="text/html"/><content xml:base="http://www.stefan-niggemeier.de/blog" type="html">&lt;p&gt;&lt;img src="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wp-content/verfuegung.gif" alt=""&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich warte auf den Tag, an dem mich jemand verklagt, weil ich ihn klagefreudig genannt habe.&lt;/p&gt;
&lt;p style="text-align:center"&gt;·  ·  ·&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der bekannte Berliner Medienanwalt Christian Schertz möchte nicht mit dem verstorbenen Münchner Rechtsanwalt Günter Werner Freiherr von Gravenreuth verglichen werden. Er meint, dass der Vergleich mit dem als Betrüger verurteilten und für seine umstrittenen Abmahnungen berüchtigten Gravenreuth abwegig ist — das finde ich auch. Und er meint, dass dieser Vergleich deshalb unzulässig ist — das finde ich nicht. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Woher kommt der Gedanke, dass man Dinge, die einem nicht gefallen, mit der Hilfe von Anwälten und Gerichten aus der Welt schaffen lassen kann? Wenn &lt;em&gt;das&lt;/em&gt; nicht mit Meinungsfreiheit gemeint ist: dass Leute frei finden und sagen können, an wen ich sie erinnere, egal wie ungerecht mir das erscheinen oder wie unvorteilhaft das für mich sein mag — was denn dann? &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schertz, der sich gerne als Kämpfer für das Gute stilisiert und als Rechtsberater unter anderem die Freiheit der ARD verteidigt hat, einen plumpen Anti-Scientology-Film auszustrahlen, hat in eigener Sache eine besondere Vorstellung von den Grenzen der Meinungsfreiheit. Er hat seinen Dauerfeind, den Gerichtsreporter Rolf Schälike, wegen verschiedener Kommentare hier im Blog abmahnen lassen. Es geht dabei nicht nur um (möglicherweise falsche) Tatsachenbehauptungen. Schälike hatte u.a. kommentiert:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Beide Anwälte [Schertz und Gravenreuth]- der eine post mortal, der andere heute noch – haben einen nachvollziehbaren Grund von der Rechtssprechung enttäuscht zu sein.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Schertz’ Anwalt forderte deshalb eine Unterlassungserklärung von Schälike: &lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;In diesem Beitrag setzen Sie unseren Mandanten und sein rechtliches Vorgehen mit den Methoden und dem Vorgehen des verstorbenen Rechtsanwalts von Gravenreuth dar &lt;em&gt;[sic]&lt;/em&gt;. Dies muss mein Mandant nicht hinnehmen.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Schälike hat mich aufgrund des rechtlichen Vorgehens von Schertz gegen ihn gebeten, alle seine Kommentare unter den &lt;a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/anwalt-schertz-verliert-gegen-stalker/"&gt;entsprechenden&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/anwalt-schertz-verliert-gegen-stalker-2/"&gt;Einträgen&lt;/a&gt; zu löschen. Doch das ist nicht nur eine Privatfehde. Schertz meint es auch von anderen nicht hinnehmen zu können oder zu müssen, mit Gravenreuth verglichen zu werden. &lt;/p&gt;
&lt;p style="text-align:center"&gt;·  ·  ·&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich hatte in den vergangenen Wochen mehrfach wieder Kontakt zu dem Anwalt von Stephan Mayerbacher, einem Geschäftsmann aus der Call-TV-Branche, der bereits mehrfach juristisch gegen mich vorgegangen ist. Diesmal bekam ich keine Abmahnungen, sondern wurde „im Guten” auf &lt;a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/abgesetzte-super-rtl-abzockshow-mit-m/#comments"&gt;Kommentare in diesem Blog&lt;/a&gt; hingewiesen, die Herr Mayerbacher für unzulässig hält.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unter anderem wurde ich aufgefordert, den von einem Kommentator geäußerten Verdacht zu löschen, „Herr Mayerbacher durchsuche Internetforen und -blogs nach abmahnfähigen Beiträgen”, denn das sei unwahr. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man kann das für eine Form von Ironie halten, wenn jemand seinen Anwalt damit beauftragt, den Betreiber eines Blogs darauf hinzuweisen, dass die Behauptung, er durchsuche Blogs nach abmahnfähigen Beiträgen, abmahnfähig ist. Es ist nur nicht so witzig, so lange man davon ausgehen muss, dass das Hamburger Landgericht darüber nicht lachen kann, sondern im Zweifel einen Beweis dafür will, dass Herr Mayerbacher tatsächlich Blogs und Foren durchsucht und sie nicht vielleicht durchsuchen lässt oder, ganz ohne Suche, zufällig immer wieder auf diese abmahnfähigen Beiträge stößt. Weil ich tatsächlich nicht weiß, was Herr Mayerbacher so in seiner Freizeit macht (aktuell weiß ich nicht einmal, was er beruflich macht), habe ich den entsprechenden Kommentar gelöscht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Anwalt hatte mich auch gebeten, einen Kommentar zu löschen, in dem jemand schreibt, dass Mayerbacher seinen Sitz im Verwaltungsrat des Schweizer Fernsehsenders Star TV „abgegeben hat bzw. abgeben durfte”. Die Formulierung suggeriere, Mayerbacher habe seine Verwaltungsratstätigkeit unfreiwillig aufgegeben, was unwahr sei. Das tut sie meiner Meinung nach nicht, weshalb ich den Kommentar nicht gelöscht habe. Wenn selbst eine solche Formulierung nicht erlaubt wäre, eine bloße Umschreibung des „keine Ahnung, warum der gegangen ist, ob’s freiwillig war?” schon unzulässig wäre, könnten wir’s wirklich gleich lassen mit der Meinungsfreiheit.&lt;/p&gt;
&lt;p style="text-align:center"&gt;·  ·  ·&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mayerbachers Anwalt sieht in ein paar kryptischen Beiträgen tief in den Kommentarspalten dieses Blogs ein „Kesseltreiben” gegen seinen Mandanten, das der sich nicht gefallen lassen müsse. Und er fügte den bemerkenswerten Satz hinzu: „Ich sehe auch nicht, worin der Wert für Ihren Blog liegen soll.”&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Leute — nicht nur dieser Anwalt oder sein Mandant, sondern viele andere — haben das elementare Prinzip der Meinungsfreiheit nicht verstanden. Sie haben nicht verstanden, dass sie ein Wert an sich ist. Dass sie auch Beiträge schützt, die nach irgendwelchen subjektiven oder objektiven Maßstäben wertlos sind. &lt;a href="http://dejure.org/gesetze/GG/5.html"&gt;Artikel 5, Absatz 1, Satz 1 des Grundgesetzes&lt;/a&gt; lautet &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt;: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten, solange es sich um ein wichtiges Thema handelt und ein Interesse der Öffentlichkeit an dieser Meinung besteht.”&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man kann diesen Leuten das Missverständnis nicht einmal verübeln, denn die Hamburger und Berliner Gerichte, vor die sie in einer langen Karawane ziehen, um ihre vermeintlichen oder tatsächlichen Ansprüche durchzusetzen, sind dem gleichen Missverständnis erlegen. Seit einigen Wochen haben sie das sogar schwarz auf weiß, &lt;a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20100218_1bvr247708.html"&gt;formuliert vom Bundesverfassungsgericht&lt;/a&gt;. Es erklärte den Berliner Richtern, dass das Persönlichkeitsrecht eines Menschen&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;seinem Träger keinen Anspruch darauf vermittelt, öffentlich nur so dargestellt zu werden, wie es ihm selbst genehm ist (…).&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Das Bundesverfassungsgericht fürchtete, &lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;dass die Gerichte den Schutzbereich des Grundrechts aus Art. 5 Abs. 1 GG grundlegend verkannt haben. Zwar handelt es sich bei dem — hier als gering erachteten — öffentlichen Informationsinteresse um einen wesentlichen Abwägungsfaktor in Fällen einer Kollision der grundrechtlich geschützten Äußerungsinteressen einerseits und der Persönlichkeitsbelange des von der Äußerung Betroffenen andererseits. Dies bedeutet aber nicht, dass die Meinungsfreiheit nur unter dem Vorbehalt des öffentlichen Interesses geschützt wäre und von dem Grundrechtsträger nur gleichsam treuhänderisch für das demokratisch verfasste Gemeinwesen ausgeübt würde.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Das Bundesverfassungsgericht erklärte schließlich, &lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;dass die Äußerung wahrer Tatsachen, zumal solcher aus dem Bereich der Sozialsphäre, regelmäßig hingenommen werden muss.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Adressat dieser Grundrechts-Nachhilfe waren formal die Berliner Gerichte, de facto aber auch Christian Schertz, der ursprünglich geklagt und zunächst gewonnen hatte. Auf der langen Liste von Dingen, die er glaubt, trotz Meinungsfreiheit nicht hinnehmen zu müssen, steht nämlich auch das wahrheitsgemäße Zitieren aus einer E-Mail, die er als Antwort auf eine bissige Presseanfrage geschrieben hatte und in der er — wie es seine Art ist — gleich wieder mit juristischen Konsequenzen drohte.&lt;/p&gt;
&lt;p style="text-align:center"&gt;·  ·  ·&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun ist es eine schöne Sache, dass die obersten deutschen Gerichte der systematischen Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit durch die Hamburger und Berliner Pressekammern zunehmend widersprechen. Aber der Weg zu diesen obersten Gerichten ist weit und teuer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ende vergangenen Jahres hat Stephan Mayerbacher beim Hamburger Landgericht eine einstweilige Verfügung gegen mich erwirkt, die mir praktisch untersagt, eine Verbindung herzustellen zwischen ihm und Vorwürfen, die gegen bestimmte Firmen erhoben werden, für die er in verschiedenen Formen gearbeitet hat. Es bestand &lt;a href="http://www.iww.de/index.cfm?pid=1307&amp;amp;opv=100033"&gt;aufgrund eines Urteils des Bundesgerichtshofes&lt;/a&gt; zwar eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass ich diese Auseinandersetzung in letzter Instanz gewinnen könnte. Aber in der ersten und zweiten Instanz in Hamburg waren meine Aussichten gleich null, so dass ich auf den langen, teuren Rechtsstreit (mit natürlich ungewissem Ausgang) verzichtet, den Blogeintrag gelöscht, die einstweilige Verfügung akzeptiert und die Anwalts- und Gerichtskosten von deutlich über 2000 Euro gezahlt habe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am ärgerlichsten daran ist, dass das jeden Kommentar zu dem Thema in meinem Blog oder jede künftige Berichterstattung von mir über Mayerbachers Geschäfte äußerst heikel macht. Nicht ohne Grund hängt sein Anwalt an die Mails, die er mir „im Guten” schickt, immer mal wieder das PDF mit der einstweiligen Verfügung.&lt;/p&gt;
&lt;p style="text-align:center"&gt;·  ·  ·&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun gibt es sicherlich schwerwiegendere Fälle als die hier genannten, in denen irgendwelche mächtigen oder jedenfalls finanzkräftigen Gruppen oder Unternehmen versuchen, Berichterstattung über sich zu verhindern. Aber gerade die Alltäglichkeit, die Abmahnungen und einstweilige Verfügungen geworden sind, finde ich beunruhigend.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für erstaunlich viele Menschen, Gruppen und Unternehmen scheint es ganz normaler Bestandteil des Repertoires einer Auseinandersetzung zu sein, anderen ihre Äußerungen zu verbieten. Das ist nicht nur ein juristisches Problem, sondern auch ein gesellschaftliches und kulturelles.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Beispiel. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vor kurzem beklagte sich Alexander Görlach in seinem konservativen Online-Magazin „The European”, dass der neue Chefredakteur Michael Naumann das konservative Print-Magazin „Cicero” nach links rücken wolle. Görlach war früher selbst bei „Cicero” und schien sehr, sehr aufgeregt über das, was da bei seinem alten Blatt passierte, das offenbar — unbemerkt von der Öffentlichkeit — bislang eines der erfolgreichsten und wichtigsten Medien der Republik war. Die „Cicero”-Mitarbeiter flüchteten massenhaft vor Naumann und seinen linken Meinungsdiktaten, hyperventilierte Görlach: „Cicero ist erledigt.” Außerdem habe Naumann einen Dienstwagen erwartet, aber keinen bekommen, was sicher irgendwas beweisen sollte. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Naumann antwortete, dass das „alles Quatsch” sei, sponn, dass das ein „schlechtes Licht auf den Online-Journalismus” werfe, und widersprach auch der Sache mit dem Dienstwagen. Aber er beließ es nicht dabei. Er schickte über seinen Anwalt auch eine teure Abmahnung. Der „Berliner Zeitung” erklärte er: „Geht man gegen solche Artikel nicht juristisch vor, bleiben sie ewig an einem hängen.”&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was für ein Irrsinn. Der Artikel auf „The European” ist zwar jetzt gelöscht. Aber die Zitate aus ihm in den Fachmedien wirken nun viel überzeugender als in ihrem ursprünglichen, von merkwürdiger persönlicher Gekränktheit durchweichten Gesamttext. Glaubt Naumann wirklich, dass die Menschen nun seiner Version der Dinge glauben, weil Görlach eine Unterlassungserklärung unterzeichnet hat? Hat Görlach das getan, weil er eingesehen hat, dass Fakten falsch waren, oder doch nur, weil er eine noch kostspieligere Auseinandersetzung vor Gericht vermeiden wollte?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Naumann glaubt womöglich, dass er den Anwalt einschalten musste, um zu beweisen, dass die Behauptungen wirklich falsch sind. Als würden Anwälte nicht gerade dann gerne eingeschaltet, wenn Behauptungen wahr sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vielleicht wollte er aber auch nur das gute Gefühl haben, jemandem gezeigt zu haben, wo der Hammer hängt. Das ist als psychologisches Moment sicher nicht zu unterschätzen, diese Genugtuung, dass jemand einem schwarz auf weiß gibt, etwas nicht mehr behaupten zu wollen — und dafür sogar Geld zahlen muss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zu einer gerichtlichen Entscheidung kam es in diesem Fall gar nicht mehr, weil Görlach die geforderte Unterlassungserklärung abgab. Aber auch die hätte vermutlich keine Klarheit in der Sache gebracht. Natürlich lässt sich so eine einstweilige Verfügung gut verkaufen. Und womöglich gibt es sogar noch zwei, drei Ahnungslose, die glauben, einer solchen Entscheidung läge eine Art Beweisaufnahme zugrunde, in der die Richter gründlich prüfen, womöglich noch Zeugen anhören und dann quasi ein fundiertes, offizielles Urteil darüber abgeben, welche Version der Wahrheit die richtige ist. (So ist es nicht.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist traurig, das einem alternden Publizisten wie Naumann erklären zu müssen, aber es gibt etwas, das viel überzeugender ist als die (Fehl-)Urteile komischer Richter: Argumente.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mir will nicht in den Kopf, warum ausgerechnet Journalisten und Medien, die selbst beste Möglichkeiten haben, ihre Widersprüche zur Darstellung anderer zu veröffentlichen, falsche Tatsachenbehauptungen gerade zu rücken und ungerechtfertigte Unterstellungen zu entkräften, glauben, sie müssten zu einem Gericht rennen. Selbst ein Henryk M. Broder, der ein gewaltiges Arsenal sprachlicher Waffen und Knallkörper zur Verfügung hat und auf sein Recht pocht, davon ohne Rücksicht auf Verluste Gebrauch zu machen, hat keine Hemmungen, anderen mit Hilfe von Anwälten und Richtern den Mund verbieten zu wollen. &lt;/p&gt;
&lt;p style="text-align:center"&gt;·  ·  ·&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angenommen, jemand schreibt, „der Niggemeier ist schlimmer als Hitler”. Bestimmt müsste ich das nicht hinnehmen. Aber warum sollte ich dagegen vorgehen? Spricht angesichts eines solchen Vergleichs nicht alles dafür, darauf zu vertrauen, dass auch andere Leute ihn für abwegig halten — und der Vergleich nicht mir schadet, sondern demjenigen, der ihn macht?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn es völlig abwegig ist, die Anwälte Schertz und Gravenreuth miteinander zu vergleichen, muss Schertz nicht dagegen vorgehen. Dadurch, dass er es doch tut, demonstriert er paradoxerweise nicht nur seine Macht, sondern auch fehlendes Selbstbewusstsein. Er könnte den Vergleich sonst einfach aushalten. Oder glaubt er ernsthaft, dass er, sobald er erfolgreich jeden dieser Vergleiche aus dem Internet geklagt hat, von niemandem mehr für so ähnlich wie Gravenreuth gehalten wird? Dass sich Meinungen genauso verbieten lassen wie Meinungsäußerungen? (Ganz abgesehen natürlich von dem schönen Paradoxon, dass er mit jeder dieser Klagen dem Mann ähnlicher scheint, dem er nicht ähnlich sein will.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was genau hat sich jemand wie der DFB-Chef Theo Zwanziger davon erhofft, Jens Weinreich zu verklagen, weil der ihn in einem konkreten Zusammenhang als „Demagogen” bezeichnet hat? Glaubt er, dass seine Kritiker ihn nicht mehr für einen „Demagogen” halten würden, wenn er ihnen verbietet, ihn öffentlich so zu nennen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Natürlich schadet es einer Debatte, wenn sie Grenzen überschreitet, wenn Beleidigungen oder Verleumdungen überhand nehmen. Aber im Moment sehe ich unser Diskussionskultur nicht von den Auswüchsen falsch verstandener Meinungsfreiheit bedroht, sondern von den Exzessen einer ausartenden Abmahnunkultur. Im Zweifel ist mir eine Welt lieber, in der zuviel herumkrakeelt wird, als eine, in der jeder damit rechnen muss, dass ihn jedes falsche Wort (und viele wahre) viel Geld kostet.&lt;/p&gt;
&lt;p style="text-align:center"&gt;·  ·  ·&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Natürlich gibt es Fälle, in denen es legitim ist oder sogar notwendig sein kann, Veröffentlichungen verbieten zu lassen (und es haben nicht einmal alle dieser Fälle mit der „Bild”-Zeitung zu tun). Aber müsste das in einer freiheitlichen Gesellschaft nicht das letzte Mittel sein? Eine drastische Maßnahme für besonders drastische Fälle — anstatt ein Routinewerkzeug in jeder Auseinandersetzung? Es ist völlig das Bewusstsein dafür abhanden gekommen, was für ein einschneidender Schritt das ist: jemandem zu verbieten, etwas zu sagen.&lt;/p&gt;
&lt;p style="text-align:center"&gt;·  ·  ·&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vielleicht ist das bei Leuten wie Christian Schertz auch eine berufliche Deformation. Der Anwalt käme gar nicht mehr auf den Gedanken, dass er einer falschen oder irreführenden Aussage einfach widersprechen und damit Menschen überzeugen könnte. Er lässt sie löschen. Sie muss verschwinden, als hätte es sie nie gegeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es geht diesen Leuten nicht mehr darum, sich Gehör zu verschaffen. Es geht ihnen darum, die anderen zum Schweigen zu bringen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist eine nachvollziehbare Vorgehensweise bei dubiosen Geschäftemachern, deren Abzockmodelle von jeder öffentlichen Debatte über ihre Hintergründe und Funktionsweisen bedroht sind. Für alle anderen müsste sie sich verbieten.&lt;/p&gt;
&lt;p style="text-align:center"&gt;·  ·  ·&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Durch den Gang zum Anwalt und zum Gericht wird aus einer Auseinandersetzung um Wahrheit zu einer, in der regelmäßig nicht derjenige gewinnt, der Recht hat, sondern der sich die Auseinandersetzung leisten kann. Der Mächtige gewinnt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mich hätte sehr interessiert, wie Springer oder die „Welt” ihre Abmahnung gegen BILDblog neulich öffentlich begründet hätten. Der Kampf um die Wahrheit oder das Recht auf eine korrekte Darstellung kann es ja nicht sein, dafür hätte es ein Anruf oder eine E-Mail getan. Natürlich war das eine reine Machtdemonstration. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und so wunderbar es ist, dass unsere Leser uns in einem solchen Maß unterstützt haben, dass uns auch vor weiteren Machtdemonstrationen erst einmal nicht bange sein muss, und so sehr ich mich freue, dass auch Stefan Aigner von regensburg-digital.de für seinen Kampf gegen das Bistum Regensburg viele Tausend Euro bekommen hat — das kann es doch auf Dauer nicht sein, dass die Blogger und ihre Fans und Leser diesen Wahn auch noch selbst finanzieren. &lt;/p&gt;
&lt;p style="text-align:center"&gt;·  ·  ·&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieser Text hat keinen Schluss. Das liegt daran, dass er in den nächsten Tagen weiter geht.&lt;/p&gt;
&lt;div&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/StefanNiggemeier?a=4Q0cIZCEh4c:aqP4rtJCPD0:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/StefanNiggemeier?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/StefanNiggemeier?a=4Q0cIZCEh4c:aqP4rtJCPD0:D7DqB2pKExk"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/StefanNiggemeier?i=4Q0cIZCEh4c:aqP4rtJCPD0:D7DqB2pKExk" border="0"&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/StefanNiggemeier/~4/4Q0cIZCEh4c" height="1" width="1"&gt;</content><author><name>Stefan Niggemeier</name></author><gr:likingUser>16755162361304307764</gr:likingUser><source gr:stream-id="feed/http://stefan-niggemeier.de.dd19730.kasserver.com/blog/feed/"><id>tag:google.com,2005:reader/feed/http://stefan-niggemeier.de.dd19730.kasserver.com/blog/feed/</id><title type="html">Stefan Niggemeier</title><link rel="alternate" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog" type="text/html"/></source></entry><entry gr:crawl-timestamp-msec="1266741562225"><id gr:original-id="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E987C36549B6A4F72B2523777C8692102~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton">tag:google.com,2005:reader/item/16053539e37371db</id><title type="html">Datenspeicherung: Wegweisend: Die Kartographie der Datenspione</title><published>2010-02-19T22:04:12Z</published><updated>2010-02-19T22:04:12Z</updated><link rel="alternate" href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E987C36549B6A4F72B2523777C8692102~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton" type="text/html"/><summary xml:base="http://www.faz.net/" type="html">&lt;div style="clear:left"&gt;&lt;img style="float:left;padding-right:5px" src="http://www.faz.net/m/%7B1E7C605B-0717-4F68-9517-BF18639A27A6%7DFile2.jpg" width="111" height="111" border="0px"&gt;Die Quartalsdaten von Telefonanbietern genügen, um aus dem Handygebrauch unser Mobilitätsverhalten mit 80 Prozent Wahrscheinlichkeit richtig vorauszusagen. Das ist das Ergebnis einer heute in „Science“ veröffentlichten Untersuchung.&lt;div style="margin:5px 0 5px 0;border-top:1px solid #7A89CC;font:10px arial;color:#7A89CC;clear:both"&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/s/homepage.html" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt;FAZ.NET - Homepage&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/politik" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Politik&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/gesellschaft" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Gesellschaft&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/wirtschaft" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Wirtschaft&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/finanzmarkt" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Finanzmarkt&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/sport" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Sport&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/feuilleton" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Feuilleton&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/reise" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Reise&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/wissen" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Wissen&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/auto" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Auto&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/computer" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Computer&lt;/a&gt; &lt;/div&gt; &lt;/div&gt;</summary><author gr:unknown-author="true"><name>(author unknown)</name></author><source gr:stream-id="feed/http://www.faz.net/s/RubCC21B04EE95145B3AC877C874FB1B611/Tpl~Epartner~SRss_.xml"><id>tag:google.com,2005:reader/feed/http://www.faz.net/s/RubCC21B04EE95145B3AC877C874FB1B611/Tpl~Epartner~SRss_.xml</id><title type="html">Feuilleton - FAZ.NET</title><link rel="alternate" href="http://www.faz.net" type="text/html"/></source></entry><entry gr:crawl-timestamp-msec="1265814217026"><id gr:original-id="http://www.bildblog.de/?p=16083">tag:google.com,2005:reader/item/12bc4a1e990b5b42</id><category term="neu"/><title type="html">A Streetviewcar Named Desire</title><published>2010-02-10T13:44:27Z</published><updated>2010-02-10T13:44:27Z</updated><link rel="alternate" href="http://feedproxy.google.com/~r/bildblog/~3/c8p9lLZH_oo/" type="text/html"/><content xml:base="http://www.bildblog.de/" type="html">&lt;p&gt;&lt;embed width="400" height="225" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=9261909&amp;amp;server=vimeo.com&amp;amp;show_title=1&amp;amp;show_byline=0&amp;amp;show_portrait=0&amp;amp;color=ffffff&amp;amp;fullscreen=1" allowScriptAccess="never" allowFullScreen="true" wmode="transparent" type="application/x-shockwave-flash"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://vimeo.com/9261909"&gt;Das Video&lt;/a&gt; geht seit ein paar Tagen um die Welt. Es zeigt, &lt;a href="http://fffff.at/pantless-germans-flash-google-street-view-car/"&gt;wie eine Gruppe Aktionskünstler in Berlin ein Auto verfolgt&lt;/a&gt;, mit dem die Firma Google die Straßen abfährt, um sie für ihr &amp;quot;Streetview&amp;quot;-Angebot zu filmen. Die jungen Leute zücken die eigenen Kameras, rufen &amp;quot;Fuck Google&amp;quot;, zeigen ihre Mittelfinger und lassen, begeistert über die eigene Witzigkeit kichernd, auf offener Straße die Hosen herunter. Angeblich haben die Leute von &amp;quot;Free Art And Technology&amp;quot; (F.A.T.) einen Peilsender an dem Wagen befestigt, um ihn verfolgen und beim Filmen immer wieder stören zu können. So erwischen sie auch den Fahrer, &lt;a href="http://fffff.at/drunk-google-street-view/"&gt;wie er am Steuer ein Bier trinkt&lt;/a&gt;. Und zeigen, wie der Beifahrer mal kurz aussteigt, um mitten in der Stadt &lt;a href="http://fffff.at/google-streeview-driver-caught-urinating-in-public/"&gt;an einen Baum am Straßenrand zu urinieren&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Richtig: Das ist alles Quatsch. &lt;a href="http://www.nbcbayarea.com/news/tech/Hoaxsters-Play-on-Europeans-Google-Fears-83967412.html"&gt;Das Auto ist nicht von Google&lt;/a&gt; — im Winter ist der Konzern hierzulande nach eigenen Angaben gar nicht mit seinen &amp;quot;Streetview&amp;quot;-Autos unterwegs, weil Licht- und Wetterverhältnisse zu ungünstig sind. Die ganze Aktion ist ein Fake. Die F.A.T.-Leute wollen damit und mit anderen Projekten &lt;a href="http://www.blogpiloten.de/2010/02/06/fatlab/"&gt;nach eigenen Angaben&lt;/a&gt; auf die Gefahren hinweisen, die mit der Allgegenwart und Marktmacht des Konzerns verbunden sind, und auf &amp;quot;das Böse&amp;quot;, das &amp;quot;Streetview&amp;quot;-Autos und -Mitarbeitern tun.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nebenbei beweisen sie noch die Leichtgläubigkeit der Menschen und Medien: Große internationale Blogs und Internetseiten wie &lt;a href="http://www.boingboing.net/2010/02/07/berlink-arthackers-f.html"&gt;"Boing Boing"&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://gizmodo.com/5465918/stalk-the-google-street-view-car-on-google-maps"&gt;"Gizmodo"&lt;/a&gt; und die &lt;a href="http://www.huffingtonpost.com/2010/02/09/pantless-germans-flash-go_n_454760.html"&gt;"Huffington Post"&lt;/a&gt; sind auf die Aktion hereingefallen. In Deutschland hielten &lt;a href="http://www.netzpolitik.org/2010/google-streetcar-zurueck-ueberwachen/comment-page-1/"&gt;"Netzpolitik"&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/02/07/basic-flashback-fuck-google-deutsches-street-view-unter-dauerbeschuss/"&gt;"Basic Thinking"&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.dnews.de/nachrichten/netzwelt/178567/berliner-lassen-hosen-vor-google-street-view-herunter.html"&gt;"Dnews"&lt;/a&gt; und der &lt;a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1264185822910.shtml"&gt;&amp;quot;Kölner Stadtanzeiger&amp;quot;&lt;/a&gt; den Streich für echt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und wer mag, kann jetzt philosophieren, ob sich die Aktion wirklich gegen das böse Google richtet — oder gegen die in Deutschland teils bizarre Züge annehmende Ablehnung von Google.&lt;/p&gt;</content><author><name>Stefan Niggemeier</name></author><gr:likingUser>07386941575647281180</gr:likingUser><gr:likingUser>15409775848315753156</gr:likingUser><source gr:stream-id="feed/http://feeds.feedburner.com/Bildblog"><id>tag:google.com,2005:reader/feed/http://feeds.feedburner.com/Bildblog</id><title type="html">BILDblog</title><link rel="alternate" href="http://www.bildblog.de" type="text/html"/></source></entry><entry gr:crawl-timestamp-msec="1265788799991"><id gr:original-id="68b01981-ddee-435a-beae-d517aebbb25e:48010">tag:google.com,2005:reader/item/3bf95215a4690792</id><category term="RTL" scheme="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/tags/RTL/default.aspx"/><category term="DSDS" scheme="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/tags/DSDS/default.aspx"/><category term="Dieter Bohlen" scheme="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/tags/Dieter+Bohlen/default.aspx"/><category term="Deutschland sucht den Superstar" scheme="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/tags/Deutschland+sucht+den+Superstar/default.aspx"/><category term="Castingshows" scheme="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/tags/Castingshows/default.aspx"/><title type="html">Warum RTL Kandidaten bei "DSDS" herausradiert</title><published>2010-02-09T19:27:00Z</published><updated>2010-02-09T19:27:00Z</updated><link rel="alternate" href="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/2010/02/09/warum-rtl-kandidaten-bei-dsds-herausradiert.aspx" type="text/html"/><summary xml:base="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/default.aspx" type="html">Am Samstagabend in der letzten Recall-Sendung von &amp;quot;Deutschland sucht den Superstar&amp;quot; suchten viele Zuschauer ihren Favoriten vergebens. Manche Kandidaten hat RTL vollständig ausgeblendet und peinlich darauf geachtet, dass sie möglichst selten im Bild zu sehen sind. Am Ende waren sie einfach weg....(&lt;a href="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/2010/02/09/warum-rtl-kandidaten-bei-dsds-herausradiert.aspx"&gt;read more&lt;/a&gt;)&lt;img src="http://faz-community.faz.net/aggbug.aspx?PostID=48010" width="1" height="1"&gt;</summary><author><name>Peer Schader</name></author><gr:likingUser>14347925930439933731</gr:likingUser><gr:likingUser>01457321048862740216</gr:likingUser><source gr:stream-id="feed/http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/rss.aspx"><id>tag:google.com,2005:reader/feed/http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/rss.aspx</id><title type="html">Das Fernsehblog</title><link rel="alternate" href="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/default.aspx" type="text/html"/></source></entry><entry gr:crawl-timestamp-msec="1265286047766"><id gr:original-id="http://www.malte-welding.com/?p=1904">tag:google.com,2005:reader/item/442a38acf337d3f5</id><category term="Kultur"/><category term="Politik"/><title type="html">Jugendliche brauchen nicht mehr Schutz</title><published>2010-01-27T13:00:39Z</published><updated>2010-01-27T13:00:39Z</updated><link rel="alternate" href="http://www.malte-welding.com/2010/01/27/jugendliche-brauchen-nicht-mehr-schutz/" type="text/html"/><content xml:base="http://www.malte-welding.com/" type="html">&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.nerdcore.de/wp/2010/01/25/zensur-dank-jugendschutz/"&gt;Der Entwurf für einen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag&lt;/a&gt; sorgt zur Zeit berechtigterweise für Empörung. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;    * Es werden sowohl Internet-Zugangs-Anbieter (Access-Provider, ISP) als auch Anbieter von Webspace (Hosting-Provider) mit den eigentlichen Inhalte-Anbietern gleich gesetzt. Sie werden als „Anbieter“ bezeichnet. Sie alle sind für die Inhalte ihrer Kunden verantwortlich.&lt;br&gt;
   (…)&lt;br&gt;
    * Generell werden alle Inhalte in Kategorien eingeteilt: ab 0 Jahre, ab 6 Jahre, ab 12 Jahre, ab 16 Jahre, ab 18 Jahre.&lt;br&gt;
    * Alle „Anbieter“ müssen sicherstellen, dass Kinder der entsprechenden Altersstufe jeweils ungeeignete Inhalte nicht wahrnehmen. Dafür sind mehrere (alternative) Maßnahmen vorgesehen:&lt;br&gt;
          o Es wird ein von der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) zugelassenes Altersverifikationsverfahren genutzt.&lt;br&gt;
          o Inhalte werden nur zu bestimmten Uhrzeiten angeboten. (beispielsweise nur zwischen 22 und 6 Uhr, wenn ab 16 Jahre)&lt;br&gt;
          o Alle Inhalte werden mit einer entsprechenden Altersfreigabe gekennzeichnet.&lt;br&gt;
    * Die bestehenden Regelungen bezüglich schwer jugendgefährdenden Inhalten (das betrifft u.a. Hardcore-Pornographie usw.) bleiben natürlich in Kraft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für mein Buch habe ich mich in den vergangenen Monaten ausführlich mit dem Zusammenhang zwischen Pornographie und Sexualität beschäftigt. Am Rande geht es dabei auch um die Auswirkungen von Pornographie auf Jugendliche. Ein paar der Erkenntnisse werde ich nun – grob verknappt, wir sind hier ja im Internet – zusammenfassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt erwartungsgesmäß eine Vielzahl von Meinungen zu dem Thema, alle Wissenschaftler aber, die mit real existierenden Jugendlichen tatsächlich Gespräche geführt haben, kommen übereinstimmend zu dem Schluss:&lt;br&gt;
Die befürchteten Auswirkungen gibt es nicht.&lt;br&gt;
1. Jugendliche wissen, dass Pornographie nicht die Realität wiedergibt.&lt;br&gt;
2. Jugendliche finden weibliche Pornodarsteller “billig” und männliche Pornostars “lächerlich”, sie erfüllen also keine Vorbildfunktion.&lt;br&gt;
3. Jugendliche konsumieren reichlich Pornographie, aber ein verändertes Sexualverhalten gibt es nicht. Selbst jene, die das gesamte Frühwerk Michaela Schaffraths mit den Händen nachkneten können, werden rot, wenn ihnen Katharina aus der Parallelklasse ein Zettelchen zusteckt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jugendliche onanieren seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte wie die Wahnsinnigen. Mädchen treten in den Club der großen Wixer erst ein paar Jahre später ein (übrigens ein Grund dafür, dass das erste Mal oft für beide so unersprießlich ist – der Junge ist gewöhnt daran, so schnell wie möglich abzuspritzen, damit niemand etwas mitbekommt, das Mädchen hat noch gar keine Ahnung, wie es zum Orgasmus kommt) und haben aus verschiedenen Gründen ein eher laues Interesse an Pornographie. Es gibt, verkürzt gesagt, wie eh und je eine Phase, in der die sexuelle Neugier und die sexuelle Kompetenz denkbar weit auseinander klaffen.&lt;br&gt;
Früher griff man in dieser Phase zu Schafen, heute zu Pornographie. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dennoch kommt es natürlich zu problematischem Sexualverhalten. Klaus Hurrelmann, Autor der Shell-Jugendstudie, sagt, dass in Deutschland der Anteil der Jugendlichen, die riskante Formen der Sexualität praktizieren, “im Promillebereich” liegt. Generell hat sich das Sexualverhalten der Jugendlichen nicht geändert, in den USA ist das Durchschnittsalter für das erste Mal sogar deutlich gestiegen. Wenn man aber einen der spektakuläreren Fälle anschaut, beispielsweise die Syphilis-Epidemie in Rocksdale County, bei der sich 200 Teenager zwischen 13 und 16 mit Syphilis infizierten, dann wird man sehen, dass nicht Pornographie das Problem ist, sondern emotionale Vernachlässigung. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man sich Sorgen machen möchte um unsere Kinder, dann muss man sich mit Phänomenen wie den folgenden auseinander setzen:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alleinerziehende haben ein ungeheures Armutsrisiko. Sie haben die Wahl, ihre Kinder entweder in Armut aufwachsen zu lassen oder zu vernachlässigen.&lt;br&gt;
9to5-Jobs sind zu 24/7-Jobs geworden.&lt;br&gt;
Kinder erleben viel zu früh einen wahnsinnigen Karrieredruck und wachsen in der Angst auf, den Ansprüchen nicht zu genügen.&lt;br&gt;
Kinder werden mit Geschenken und materiellen Zuwendungen dafür entschädigt, dass die Eltern zu wenig Zeit für sie haben.&lt;br&gt;
Eltern sorgen sich, dass sie nicht mehr der beste Freund ihrer Kinder sein können, wenn sie ihnen Grenzen aufzeigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn es ein Problem gibt mit der Jugend von heute, dann hat dieses Problem nichts mit Pornographie zu tun. Jugendliche brauchen nicht mehr Schutz, Jugendliche brauchen mehr Aufmerksamkeit. Wenn aber die gesamte Mittelschicht gegen den Absturz in die Unterschicht kämpft, dann haben die Erwachsenen gar nicht mehr die Zeit, sich um die Kleinen zu kümmern.&lt;br&gt;
Diese Probleme sind allerdings nur durch eine gesellschaftliche Neuausrichtung hinzubekommen. Als Politiker ist es da natürlich der etwas einfacherere Weg, die Verantwortung an Internet-Provider abzugeben.&lt;/p&gt;</content><author><name>Malte</name></author><gr:likingUser>01664043206080702355</gr:likingUser><source gr:stream-id="feed/http://www.malte-welding.com/feed/"><id>tag:google.com,2005:reader/feed/http://www.malte-welding.com/feed/</id><title type="html">Malte Welding</title><link rel="alternate" href="http://www.malte-welding.com" type="text/html"/></source></entry><entry gr:crawl-timestamp-msec="1265093204582"><id gr:original-id="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/?p=8245">tag:google.com,2005:reader/item/1dce830527d4cdb1</id><category term="blog"/><category term="Axel Springer"/><category term="BILDblog"/><category term="Kai Diekmann"/><title type="html">Die Methode Diekmann</title><published>2010-02-01T23:24:29Z</published><updated>2010-02-01T23:24:29Z</updated><link rel="alternate" href="http://feedproxy.google.com/~r/StefanNiggemeier/~3/LKTf1iSUkTA/" type="text/html"/><content xml:base="http://www.stefan-niggemeier.de/blog" type="html">&lt;p&gt;„Was sagen Sie zu Katharina Blum”, fragt eine Frau aus dem Publikum spitz, als hätte Heinrich Böll seine Erzählung über eine fiktive große deutsche Boulevardzeitung, die mit ihrer Berichterstattung eine Frau zur Mörderin werden lässt, gerade erst veröffentlicht. Kai Diekmann, Chef der realen großen deutschen Boulevardzeitung, im blauen samtartigen Anzug mit rosa Hemd ohne Krawatte, ist nicht beeindruckt. „Ich weiß nicht, wann &lt;em&gt;Sie&lt;/em&gt; das Buch zum letzten Mal gelesen haben”, fragt er in die Runde einflussreicher Hamburger Kaufleute, denen er gerade den „Erfolg der Marke BILD” erklärt hat. „&lt;em&gt;Ich&lt;/em&gt; habe es vor zwei Jahren getan.” Und er müsse sagen: Immerhin habe Katharina Blum ja einen Terroristen versteckt! „Ich kann bis heute nicht verstehen, was falsch daran sein soll, dass man sich mit einer solchen Figur publizistisch beschäftigt.” Er halte die geschilderten journalistischen Methoden für „völlig zulässig”. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Antwort ist typisch für Kai Diekmann: Sie ist nicht grüblerisch und defensiv, sondern selbstbewusst und angriffslustig, überraschend, unterhaltsam und beim Publikum erfolgreich. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und falsch. Denn der Mann, den Katharina Blum versteckt, ist kein Terrorist. Er wird nur verdächtigt, einer zu sein. Für alle, die den Unterschied nicht verstehen, hat Böll in einem Nachwort später hinzugefügt: „Es gibt in dieser Erzählung keinen einzigen Terroristen.” Was es allerdings gibt, in seiner Erzählung, ist ein Reporter, der Tatsachen erfindet und verdreht, der lügt und verleumdet, der der Blum vorschlägt, „dass wir jetzt erst einmal bumsen”, und ihre Mutter sehenden Auges in den Tod treibt. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vermutlich sollte man Kai Diekmann also in seinem eigenen Interesse nicht glauben, wenn er sagt, dass er an diesen, nun ja: fiktiven Recherchemethoden nichts auszusetzen habe. Sicher hat er das nur gesagt, weil es in diesem Moment die eindrucksvollste Antwort war. Da unterscheidet sich der Chefredakteur nicht von seiner Zeitung, die auch die Wahrheit im Zweifelsfall so optimiert, dass sie kurzfristig besonders eindrucksvoll wirkt. &lt;/p&gt;
&lt;p style="text-align:center"&gt;·  ·  ·&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Episode ist aus dem Jahr 2006. Sie stammt aus einem längeren Text über Kai Diekmann, den ich im Auftrag des „SZ-Magazins” geschrieben habe, das ihn dann aber nicht drucken wollte. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute kommt mir das unveröffentlichte Stück von damals merkwürdig aktuell vor. Denn die Methode des „Bild”-Chefredakteurs, die ich darin zu beschreiben versuche, hat er in den vergangenen 99 Tagen in seinem Blog, das er am Mittwoch wieder abschalten will, auf die Spitze getrieben. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damals fragte ich mich, ob das vielleicht eine Berufskrankheit ist: Vielleicht lässt einen die Macht, die man als „Bild”-Chef täglich erlebt und demonstriert, größenwahnsinnig werden. Vielleicht verliert man im täglichen Spiel mit Halb- und Viertelwahrheiten irgendwann den Überblick. Vielleicht muss der Chefredakteur einer Zeitung, die einen Politiker angreift, weil er angeblich „Geld mit ‚tabulosen Girls’ macht”, und &lt;a href="http://www.bildblog.de/1151/ohne-worte-3/"&gt;auf derselben Seite eine dreistellige Zahl von Anzeigen von tabulosen Girls druckt&lt;/a&gt;, zu einem gewissen Grad schizophren werden. Kai Diekmann sagt, „nur Moralisten können gute Journalisten sein”. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute würde ich Diekmanns Schizophrenie nicht mehr als „Berufskrankheit” bezeichnen. Sie ist sein Erfolgsrezept. &lt;/p&gt;
&lt;p style="text-align:center"&gt;·  ·  ·&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wp-content/diekbuett.png" alt=""&gt;&lt;br&gt;
&lt;small&gt;Screenshot: kaidiekmann.de&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Journalismus gilt im Zweifelsfall die alte &lt;a href="http://www.fernsehlexikon.de/1131/meister-eder-und-sein-pumuckl/"&gt;Kobold-Regel&lt;/a&gt;: &lt;em&gt;Was sich reimt, ist gut.&lt;/em&gt; Und weil Kai Diekmann seine Kritik an der „Süddeutschen Zeitung” und der Jury des „Medium Magazin” in seinem Blog in Form einer Büttenrede vortrug, ging eine kleine La-Ola-Welle durch die Fachpresse. Faziniert dokumentierten &lt;a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/medienpreis--diekmanns-bse-bttenrede_100025649.html"&gt;„Meedia”&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.turi2.de/2010/01/14/heute2-prosieben-sat-1-waz-gruner-jahr-7754188/#c12024699"&gt;„Turi2″&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.dwdl.de/story/24288/in_der_btt_kai_diekmann_verleiht_negativpreis/page_1.html"&gt;„DWDL”&lt;/a&gt;, und &lt;a href="http://www.wuv.de/nachrichten/digital/dichter_diekmann_buettenrede_gegen_medienpreis"&gt;„w&amp;amp;v”&lt;/a&gt; die Rede im Wortlaut, und keiner fragte, ob das überhaupt stimmt, was er sich da zusammenreimt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ging um die Frage, auf wessen Konto die wichtigere Enthüllung über den Einsatz der Bundeswehr gegen die von den Taliban entführten Tanklastzüge in Kundus ging: „Bild” oder die „Süddeutsche Zeitung”. Das ist eine Frage, die außerhalb der kleinen Journalistenwelt nur wenige interessiert. Aber Kai Diekmann hätte gerne, dass sein Blatt neuerdings als Ort für investigative Recherche respektiert wird. Dabei geht es nicht nur um die Auszeichnung „Journalist des Jahres” des „Medium Magazins”, sondern auch um den „Henri-Nannen-Preis”, den der „Stern” und Gruner+Jahr im Mai wieder vergeben — und nach Möglichkeit nicht an „Bild” vergeben möchten. Hinter den Kulissen geht es da wohl schon rund.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jedenfalls beschloss das „Medium Magazin”, in Sachen Kundus einen &lt;a href="http://www.mediummagazin.de/jdj2009/09-sonderpreis-fuer-politische-berichterstattung/"&gt;„Sonderpreis für politische Berichterstattung”&lt;/a&gt; zu vergeben. An Stefan Kornelius, weil er &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/88/497394/text/"&gt;in der „Süddeutschen Zeitung” am 12. Dezember 2009&lt;/a&gt; entscheidende Details des „Schlüsseldokuments in der Aufklärung des Bombardement-Befehls in Kundus/Afghanistan” öffentlich gemacht habe: dass der Angriff laut dem geheimen Bericht von ISAF-Kommandeur Stanley McChrystal nicht den Fahrzeugen galt, sondern den Menschen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.kaidiekmann.de/tolle-satire/2009/12/22/"&gt;Diekmann kotzte.&lt;/a&gt; Seiner Meinung nach hätte die „Bild”-Zeitung diesen Preis verdient, weil sie (als Teil einer PR-Kampagne für den neuen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg) zwei Wochen zuvor Details aus einem anderen Bericht öffentlich gemacht hatte, die zu mehreren prominenten Rücktritten führten. &lt;a href="http://www.bild.de/BILD/politik/2009/11/26/bomben-video-kunduz-in-afghanistan/verschwieg-minister-jung-die-wahrheit-ueber-die_20bombardierung.html"&gt;„Bild” enthüllte auf der Grundlage eines Feldjägerberichtes&lt;/a&gt;, dass Oberst Georg Klein vor dem Befehl zum Angriff zivile Opfer nicht ausschließen konnte und Informationen über solche Opfer frühzeitig vorlagen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun kann man darüber streiten, welche der beiden Zeitungen damit den größeren, den wichtigeren Beitrag zur Aufklärung über den konkreten Angriff und die Natur des Bundeswehr-Einsatzes insgesamt geleistet hat. Unbestreitbar ist allerdings, dass das, was Kornelius in der SZ berichtete, eine Neuigkeit war, die er aus „Bild” schon deshalb nicht abschreiben konnte, weil sie nicht in „Bild” stand.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Genau diese Lüge aber verbreitet Diekmann &lt;a href="http://www.kaidiekmann.de/der-publikumspreis/2010/01/14/"&gt;in seiner Büttenrede&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Denn die Recherche war echt schwer.&lt;br&gt;
Zum Kiosk hin in München-Mitte&lt;br&gt;
„Einmal die Bild — doch heimlich, bitte” (…)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So wurde aus der Bild-Geschichte,&lt;br&gt;
Gewinn für Münchner Leichtgewichte.&lt;br&gt;
Doch trotz der Kränze, Freudenmärsche&lt;br&gt;
Ein Makel haftet der Recherche:&lt;br&gt;
Denn für die Infos floss a Geld&lt;br&gt;
An irgendeinen Kiosk-Held.&lt;br&gt;
Denn für die Bild, da muss man blechen&lt;br&gt;
Will man kopieren, kostets Zechen.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Dass das eine Verleumdung ist, hat aber keinen interessiert. Viel wichtiger ist doch: Geil. Der Diekmann. Reimt. Höhö.&lt;/p&gt;
&lt;p style="text-align:center"&gt;·  ·  ·&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Kai Diekmann mit dem Bloggen begann, habe ich mich gefragt, was wohl der Auslöser für ihn war, plötzlich zum Selbstdarsteller zu werden. In den Jahren zuvor hatte er sich nicht in die Öffentlichkeit gedrängt, im Gegenteil. Er ist nicht durch die Talkshows getingelt, ging nur einmal in eine Gesprächssendung des SWR, deren Moderatorin Birgitta Weber sich gleich mehrere Schichten Samthandschuhe übereinander angezogen hatte. Er mied Auftritte, bei denen mit allzu kritischen Fragen zu rechnen war. Nach einer Podiumsdiskussion beim ökumenischen Kirchentag 2003, bei der das Publikum nicht auf seiner Seite war, soll er diese Entscheidung gefällt und gesagt haben: „Wenn ich da keine Chance habe, mache ich das nicht mehr.” &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Konfrontation meidet er nach wie vor. Alle Anfragen, öffentlich mit jemandem von BILDblog zu diskutieren, lehnt er immer noch ab. Aber mit einem Mal tourt er durch die Medien, wird scheinbar zum Showmann, den man fast mit seinem langjährigen Freund Dieter Bohlen verwechseln könnte. Was ist da passiert?&lt;/p&gt;
&lt;p style="text-align:center"&gt;·  ·  ·&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Womöglich nicht viel. Vielleicht ist es gar nicht erstaunlich, dass Diekmann plötzlich eine Unterhaltungsoffensive als Kommunikationsstrategie für sich entdeckte. Vielleicht ist das Erstaunliche, dass er so lange dafür gebraucht hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In gewisser Weise hat sich mit dem Diekblog ein Kreis geschlossen. Als wir vor fünfeinhalb Jahren mit BILDblog anfingen, wehrten wir uns vor allem gegen die weit verbreitete Haltung, die „Bild”-Zeitung als „lustiges Quatschblatt” zu lesen; zu sagen: Hey, das ist doch lustig, ist doch egal, ob das stimmt, geile Überschrift jedenfalls. Man amüsierte sich auf einer ironischen Metaebene mit „Bild” und übersah dabei die Folgen ihrer journalistischen Fehler, die ethischen Abgründe und die Opfer, die „Bild” produzierte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Genau diese Haltung hat sich Diekmann mit seinem Blog wieder zunutze gemacht. Er hat gemerkt, dass es eine viel bessere Möglichkeit gibt, sich kritischen Nachfragen zu entziehen, als sich hinter der Schweigemauer der Springer-Pressestelle zu verstecken: nämlich die Journalisten durch Unterhaltsamkeit und Unberechenbarkeit von den Inhalten abzulenken.&lt;/p&gt;
&lt;p style="text-align:center"&gt;·  ·  ·&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diekmann beherrscht eine Art Zaubertrick. Sein Standard-Vortrag, mit dem er vor drei Jahren vor ihm gewogeneren Zuschauern auftrat, war in weiten Teilen ein Appell zur Selbstkritik. Er sagte darin Sätze wie: „Beim Boulevard ist Haltung und der Mut, Fehler einzugestehen, besonders wichtig.” Er zählte dann viele, viele Fehler auf. Kein einziger war von ihm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und wer nicht genau aufgepasst hat, ging mit dem Gefühl nach Hause, dass dieser Diekmann ein wirklich vorbildlich selbstkritischer Journalist ist, ohne dass er es tatsächlich sein musste.&lt;/p&gt;
&lt;p style="text-align:center"&gt;·  ·  ·&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe bis heute nicht verstanden, warum so viele Kollegen meinen, Diekmanns Blog sei &lt;a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/bis-an-die-zhne-mit-selbstironie-bewaffnet_100024705.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=23&amp;amp;cHash=3ae3d0e71c"&gt;„selbstironisch”&lt;/a&gt;. Ja, gelegentlich demonstriert er eine gutgelaunte Distanz zu sich selbst, und manchmal karikiert er auch die Karikatur, die seine Kritiker von ihm zeichnen. Aber das waren nur Spurenelemente und Ablenkungen in einem Blog, das im Wesentlichen dazu diente, mit seinen Gegnern abzurechnen. Man muss schon sehr geblendet sein von der bunten, fröhlichen, spielerischen Oberfläche des Ganzen (und dem unbestreitbaren Charme seines Namensgebers), um hinter der Fassade einen lockeren Spaßmacher zu sehen und nicht einen rachsüchtigen Mann mit Macht, der mindestens fünfstellige Rechtskosten in Kauf nimmt und nehmen kann, um seine Gegner anzugreifen.&lt;/p&gt;
&lt;p style="text-align:center"&gt;·  ·  ·&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So funktioniert Journalismus heute, und natürlich nicht nur in diesem Fall: Politik wird von den Massenmedien vor allem als Sympathie- und Schönheits-Wettbewerb wahrgenommen und inszeniert (die Überhöhung Guttenbergs ist gutes Beispiel). Ganz ähnlich reduzieren die klassischen Medien die Auseinandersetzungen, die Diekmann in seinem Blog angezettelt hat, auf Boxkämpfe, bei denen sie ihre Aufgabe darin sehen, die Treffer zu zählen und Haltungsnoten zu verteilen. Als Diekmann sich an der „taz” abarbeitete, war er von einer virtuellen Traube von Schaulustigen umringt, die ihn anfeuerten, während er einen Treffer nach dem anderen landete, und sein Gegner orientierungslos vor sich hintaumelte und sich noch nicht einmal über die Kampfregeln im Klaren war. Nun war die Art, wie sich die „taz” von Diekmann vorführen ließ (und vor allem den Fehler machte, sich überhaupt auf seine Art von „Spiel” einzulassen), sicher keine Glanzstunde für die alternative Tageszeitung. Aber es war auch ein ungleicher Kampf: Auf der einen Seite eine Vielzahl von Idealisten, die Überzeugungen haben und in aufreibenden Debatten dafür kämpfen, das Richtige zu tun. Auf der anderen Seite die selbstgeschaffene Kunstfigur eines Chefredakteurs, der keine Skrupel hat und keine Werte kennt; der heute das Gegenteil von dem tun kann, was er gestern gefordert hat; der keinen Ruf zu verlieren hat.  &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer in diesem Kampf besser aussehen würde, war von vornherein klar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oder die Auseinandersetzung mit dem Berliner Rechtsanwalt Johannes Eisenberg. Natürlich kann man interessiert das juristisch-publizistische Ping-Pong-Spiel verfolgen und sich, wenn man will, darüber amüsieren, wie Diekmann Eisenberg immer wieder mit dem Stinkefinger provoziert. Aber man kann doch darüber nicht vergessen, was den Kern des Verhältnisses ausmacht: Eisenberg ist deshalb Diekmanns Gegner, weil er &lt;a href="http://www.bildblog.de/1548/bild-macht-mit-korrekturspalte-auf/"&gt;regelmäßig&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.bildblog.de/1453/bild-verleumdet-sozialarbeiterin/"&gt;erfolgreich&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.bildblog.de/1662/schmerzensgeld-fuer-puff-politiker/"&gt;Menschen&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.bildblog.de/2481/berliner-mutter-sieht-rot/"&gt;vertritt&lt;/a&gt;, die Opfer der Methoden der „Bild”-Zeitung wurden. Und weil er Diekmann bei dessen Versuch, die „taz” wegen einer Satire zu einem Schmerzensgeld zu verurteilen, eine &lt;a href="http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,223486,00.html"&gt;empfindliche Teil-Niederlage&lt;/a&gt; zugefügt hat. Das versucht „Bild” dem Rechtsanwalt seit Jahren heimzuzahlen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieser Hintergrund spielt aber gar keine Rolle mehr bei der Kommentierung des von Diekmann angezettelten Kampfes, als dessen Sieger er ohnehin feststeht. Wenn er juristisch verliert, gewinnt er, dass er sich als Opfer inszenieren kann.&lt;/p&gt;
&lt;p style="text-align:center"&gt;·  ·  ·&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man muss Diekmann dazu gratulieren, wie erfolgreich seine Strategie war und wie sehr ihm die unterhaltungssüchtigen Journalisten auf den Leim gegangen sind. Er steht nun sogar tatsächlich als Kämpfer für das unbedingte Recht auf Satire da, was sehr abwegig ist, nicht nur, weil er selbst noch vor wenigen Monaten einen Volontär &lt;a href="http://www.bildblog.de/14467/will-the-real-kai-diekmann-please-stand-up/"&gt;teuer abmahnen ließ&lt;/a&gt;, der in harmlos-satirischer Form sein Foto verwendete, um als „DerChefred” zu twittern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Spiel ist fast erschütternd leicht: Diekmann muss nur plötzlich nach Jahren des Schweigens einen winzigen Bruchteil seiner Fehler zugeben, um für seine Offenheit gefeiert und mit dem Rest nicht mehr behelligt zu werden. Natürlich ist es eine tolle Idee, wenn sich Diekmann eine Mini-Kamera auf die Brille montieren lässt und seinen Arbeistag filmt und veröffentlicht. Und er muss nicht einmal die Stelle herausschneiden, in der man sieht, wie eine Schlagzeile formuliert wird, &lt;a href="http://www.bildblog.de/14869/diekmanns-irre-pipi-schlagzeile/"&gt;von der der Chef selbst annimmt, dass sie falsch ist&lt;/a&gt;. Der Aufmerksamkeitswert der Kamera-Aktion an sich ist viel größer ist als das, was man dadurch tatsächlich erfährt. &lt;/p&gt;
&lt;p style="text-align:center"&gt;·  ·  ·&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vor drei Jahren schrieb ich: Der ganze Größenwahn der „Bild”-Leute, sich alles erlauben zu können, verbindet sich mit einem Minderwertigkeitskomplex, von niemandem wirklich gemocht oder geschätzt zu werden. Fragt man Leute, die ihn ein bisschen kennen, was Diekmann eigentlich antreibt, ob er Macht will, die Welt verändern, berühmt werden, sagen einige auch: Er will geliebt werden. Er kann sich mit den ganzen Wichtigen schmücken, die mit ihm reden, aber wie viele davon tun es wirklich freiwillig und gerne? Natürlich kann ein „Bild”-Chef eigentlich nicht geliebt werden. Natürlich weiß Diekmann das auch. Aber das Wissen genügt halt nicht immer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das war der Stand damals. Mit dem Bloggen hat er sich einen Traum erfüllt. Jetzt wird er ein bisschen geliebt und musste dafür nicht einmal ein besserer Mensch werden.&lt;/p&gt;
&lt;div&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/StefanNiggemeier?a=LKTf1iSUkTA:eE-BnnBLN9Y:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/StefanNiggemeier?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/StefanNiggemeier?a=LKTf1iSUkTA:eE-BnnBLN9Y:D7DqB2pKExk"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/StefanNiggemeier?i=LKTf1iSUkTA:eE-BnnBLN9Y:D7DqB2pKExk" border="0"&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/StefanNiggemeier/~4/LKTf1iSUkTA" height="1" width="1"&gt;</content><author><name>Stefan Niggemeier</name></author><source gr:stream-id="feed/http://stefan-niggemeier.de.dd19730.kasserver.com/blog/feed/"><id>tag:google.com,2005:reader/feed/http://stefan-niggemeier.de.dd19730.kasserver.com/blog/feed/</id><title type="html">Stefan Niggemeier</title><link rel="alternate" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog" type="text/html"/></source></entry><entry gr:crawl-timestamp-msec="1260609006050"><id gr:original-id="http://www.spreeblick.com/?p=25751">tag:google.com,2005:reader/item/82e510747e9b5fdd</id><title type="html">Mut machen</title><published>2009-12-11T11:56:01Z</published><updated>2009-12-11T11:56:01Z</updated><link rel="alternate" href="http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F12%2F11%2Fmut-machen%2F&amp;seed_title=Mut+machen" type="text/html"/><summary xml:base="http://pipes.yahoo.com/pipes/pipe.info?_id=QruHU3843BGtmRkmE5PZnA" type="html">&lt;p&gt;Ich habe mich sehr gewundert, als der diesjährige Friedensnobelpreis an den frisch gewählten US-Präsident Barack Obama ging, denn ich hielt den Zeitpunkt der Auszeichnung für mindestens zu früh – ob Obama jemals seine Ziele und Versprechen einlösen würde, kann schließlich auch heute noch niemand sagen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einige unserer Leser/innen, zuerst &lt;a rel="nofollow" href="http://www.spreeblick.com/2009/10/09/obama-erhalt-friedensnobelpreis/#comment-733126"&gt;Betonblog&lt;/a&gt;, sahen das mit etwas mehr Gelassenheit und betrachteten den Preis als Anstoß und Unterstützung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich glaube von heute aus gesehen, dass diese Leser/innen recht hatten, ich kann die Entscheidung des Komitees inzwischen nachvollziehen. Und ich halte sie nicht mehr &lt;a rel="nofollow" href="http://www.spreeblick.com/2009/10/09/obama-erhalt-friedensnobelpreis/"&gt;für Unfug&lt;/a&gt;, sondern für richtig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Grund dafür ist weniger die sehr lesenwerte &lt;a rel="nofollow" href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/art141,2972636"&gt;gestrige Dankesrede Obamas (Auszug)&lt;/a&gt;, die speziell mit seinem Verweis darauf, dass Kriege manchmal notwendig seien, zwar keine Zustimmung von allen Seiten bekommt, der aber immerhin recht einstimmig Größe und Ehrlichkeit zugesprochen wird. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Grund für mein Umdenken sind vielmehr die Reaktionen auf alles Obameske in manchen Medien und Kommentaren. So gerne würden einige Menschen diesen Mann scheitern sehen, dass man ihm Unterstützung nur gönnen kann. In einem &lt;a rel="nofollow" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,666394,00.html"&gt;Kommentar von Gabor Steingart&lt;/a&gt; schlägt Spiegel Online den Friedensnobelpreis für Schröder, Putin und Chirac anstelle von Obama vor und &lt;a rel="nofollow" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,666430,00.html"&gt;spöttelt in einem anderen Artikel über den „Menschenfänger“ Obama&lt;/a&gt; (Hitlervergleiche hingegen las ich bisher nur in Blog-Kommentaren). Die pure Arroganz denjenigen gegenüber, die von den Topcheckern offenbar als dümmliche Herdentiere angesehen werden, setzt in mir gewisse Trotzmechanismen frei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Denn wenn ich eines nicht noch mehr brauche in dieser Welt voller Alleswisser und Wenigkönner, dann ist es der feige Zynismus derer, die sich Hoffnung nicht trauen und von Realismus reden, aber Fatalismus ausüben. Wer den Satz „Na bitte, ich hab’s doch schon immer gewusst!“ als Sieg empfindet, der hat die falschen Gegner.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Niemand, den ich kenne, glaubt ernsthaft an Barack Obama als „Retter“ oder daran, dass ein einzelner Mann von heute auf morgen die Welt verbessern kann. Barack Obama ist kein Disney-Charakter, sondern Präsident der USA (zugegeben, die Trennlinie zwischen diesen beiden Posten verläuft in der Geschichte der USA nicht immer gradlinig) und damit, wie er selbst betont, „Oberbefehlshaber eines Landes, das sich inmitten zweier Kriege befindet“. Wir erinnern uns, dass sich auch Deutschland im Krieg befindet, unsere Regierung jedoch nicht den Mut hat, dies auszusprechen. Nein, hierzulande herrschen &lt;a rel="nofollow" href="http://www.focus.de/politik/deutschland/afghanistan-merkel-sagt-das-k-wort_aid_453971.html"&gt;„aus der Sicht unserer Soldaten kriegsähnliche Zustände in Teilen Afghanistans“&lt;/a&gt; und Verteidigungsminister zu Guttenberg versteht „jeden Soldaten, der sagt: ‘In Afghanistan ist Krieg’“. Immerhin hat er Ohren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses unsägliche Geschwurbel, dieses angesichts der Medien-Sensationsgier vielleicht nicht unberechtige, aber dennoch furchtbar verklausulierte PR-Geschwätz macht Politik so unerträglich, denn es erklärt Wähler zu Schwachköpfen. Dabei ist wohl kein Team PR-versierter und rhetorisch geschickter als das von Barack Obama, doch hat man dort in den letzten Jahren wenigstens etwas besser aufgepasst und erkannt, dass vielen Wählerinnen und Wählern die Komplexität und teilweise vielleicht sogar Unlösbarkeit der bestehenden Herausforderungen für die Weltgesellschaft durchaus bewusst sind. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist richtig, dass Obama viele der angestrebten Verbesserungen (noch?) nicht erreicht hat und an einigen wird er mit Sicherheit scheitern. Dabei jedoch zu missachten, &lt;em&gt;was&lt;/em&gt; er bereits jetzt erreicht hat, riecht nach Missgunst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich glaube, dass es ist nicht Perfektion ist, die viele Menschen von ihren politischen Führungskräften erwarten, und auch nicht Unfehlbarkeit. Es ist vielmehr die Arbeit an einer gemeinsamen, positiven Vision und das Signal, dass es sich lohnen könnte, eine bessere Welt zu versuchen. Seit vielen, vielen Jahren legt unsere Regierung den immergleichen Song von Misstrauen, Lügen, Angst, Beschränkungen und Sorgen auf und wundert sich dann darüber, dass keiner tanzt. Und darüber, dass Menschen plötzlich einem US-Präsidenten zujubeln, der zunächst einfach nur das tut, was ein Großteil der politischen, aber auch medialen Klasse verlernt hat: &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a rel="nofollow" href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Barack-Obama-Friedensnobelpreis;art141,2972522"&gt;Mut machen&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</summary><author><name>Johnny Haeusler</name></author><source gr:stream-id="feed/http://pipes.yahoo.com/pipes/pipe.run?_id=QruHU3843BGtmRkmE5PZnA&amp;_render=rss"><id>tag:google.com,2005:reader/feed/http://pipes.yahoo.com/pipes/pipe.run?_id=QruHU3843BGtmRkmE5PZnA&amp;_render=rss</id><title type="html">Spreeblick ohne Podcast und Mahoni</title><link rel="alternate" href="http://pipes.yahoo.com/pipes/pipe.info?_id=QruHU3843BGtmRkmE5PZnA" type="text/html"/></source></entry><entry gr:crawl-timestamp-msec="1260608870418"><id gr:original-id="http://www.spreeblick.com/?p=25734">tag:google.com,2005:reader/item/fc14fd59c5967191</id><title type="html">Lost in the supermarket</title><published>2009-12-11T13:06:32Z</published><updated>2009-12-11T13:06:32Z</updated><link rel="alternate" href="http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F12%2F11%2Flost-in-the-supermarket%2F&amp;seed_title=Lost+in+the+supermarket" type="text/html"/><summary xml:base="http://pipes.yahoo.com/pipes/pipe.info?_id=QruHU3843BGtmRkmE5PZnA" type="html">&lt;div&gt;&lt;a rel="nofollow" href="http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F12%2F11%2Flost-in-the-supermarket%2F&amp;amp;seed_title=Lost+in+the+supermarket"&gt;&lt;img width="500" height="338" src="http://www.spreeblick.com/wp-content/imagemagic/e2c8d17278f118ce2615b9c4eb3ef067.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Der Supermarkt in der Nähe ist ein ganz normaler, einer von dieser mittelguten Sorte. Aufgeräumt und sauber, die Gänge lassen schonmal eine Handbreit mehr Platz, als für den Einkaufswagen nötig wäre, und dass hier nicht Frau Vonundzu einkauft, merkt man hauptsächlich daran, dass es nur Linie 0,5-Liter-Bierflaschen gibt. Da ist, wenn man’s mal ausrechnet, und wer tut das nicht, gerade in diesen Zeiten, einfach mehr drin. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dabei sind 0,5-Liter-Bierflaschen nicht schön und sie sollten nicht gekauft werden. Die klassische Bierflasche enthält 0,33 Liter Flüssigkeit und bildet gemeinsam mit der sie geübt umschlingenden Hand, deren kleiner Finger sich schützend unter den Flaschenboden klemmt um den alten Bauarbeiterscherz zu vereiteln, bei dem ein Biertrinker den Boden seiner Flasche kurz und nicht zu heftig von oben auf den Flaschenhals des anderen, der das mit dem kleinen Finger nicht beherzigt hat, stupst, woraufhin die hoffentlich durch Kühlung etwas nasse, daher aber nur bedingt festhaltbare angestupste Flasche auf den Boden kracht, was dem Geschädigten die Lebenslehre erteilt, das mit dem kleinen Finger nie wieder zu vergessen, eine ästhetische Einheit. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ganz anders die 0,5-Liter-Flasche. Sie wirkt in jeder Hand fehlplatziert, angeberisch, geradezu obszön; ein Fremdkörper, der Gier und Geiz, aber auch Hoffnungslosigkeit symbolisiert. Die 0,5-Liter-Bierflasche ist der Bastardsohn der 0,33er, sie ist finanzberatender Gauner, aber niemals Freund. Und außerdem ist sie auch noch unpraktisch, denn sie beinhaltet für jeden, der sein Bier in langsamen Zügen genießt, nach einer Weile entweder durch zu langes Festhalten angewärmtes oder durch zu langes Stehenlassen schal gewordenes Bier. Die 0,33er hingegen rockt, denn ihr Inhalt bleibt exakt so lange kühl und frisch, bis man ihn ausgetrunken hat und Nachschub braucht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kein Wunder: Die 0,33-Liter-Bierflasche ist das Ergebnis längjähriger Studien und Marktforschungen und sie hat Generationen zufriedengestellt. Doch wir können ja nie genug bekommen und Hauptsache mehr. Am Ende einer jeder Party räumen daher Gastgeber in ganz Deutschland geöffnete 0,5-Liter-Bierflaschen zusammen, in denen sich jeweils 0,17 Liter Restplörre befinden. Welch Spiegelbild der modernen Gesellschaft: Was übrigbleibt, wird weggekippt. Aber nach Außen immer schön dicke Hose. Und mit drei Bier pro Tag ist man heute de fakto Alkoholiker: Anderthalb Liter, Baby!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein weiteres Spiegelbild der Gesellschaft sind die Einkaufswagen eines Supermarktes. Früher, als sich alle Menschen noch lieb hatten, gegenseitig vertrauten und aufeinander aufpassten, da standen Einkaufwagen für jeden frei verfügbar vor den Supermärkten. Keine Kette beschränkte ihren Abstellbereich, was toll war, besonders für die Einkaufswagen. Die Gefahr des Einkaufswagendiebstahls schien ein zu vernachlässigendes Problem gewesen zu sein, denn wer war schon so blöd, sich einen Einkaufswagen ins Zimmer zu stellen? Oder in die Garage? Oder vor die Tür? Und ging dann doch mal einer verloren: Kann passieren. Wird halt das Bier teurer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Irgendwann jedoch muss irgendjemand irgendeinen Verwendungszweck für Einkaufswagen neben dem eigentlichen gefunden haben oder aber die Einkaufswagenkriminalitätsrate war aus anderen Gründen massiv in die Höhe geschnellt. Der Einkaufswagenmangel jedenfalls hatte anscheinend so eklatante Ausmaße angenommen, dass die Vereinigung der Einkaufswagenbesteller beschloss, diese an die Kette zu legen. Erst eine Münze oder ein Plastik-Equivalent befreien nun den angeschlossenen Einkaufswagen von einem anderen, die Länge der Kette forciert das korrekte Ineinanderschieben der Wagen. So herrscht wieder Ordnung, alle Wagen stehen in Reihe, die Diebstahlsfrequenz ging spürbar zurück. Klar: Wer opfert schon ein Plastikplättchen im Wert von fünf Cent für einen mickrigen Einkaufswagen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch jüngst haben sich neue Herausforderungen ergeben. Wie in dreireihigen Einkaufswagenparkplätzen zu beobachten ist, scheitert die Gesellschaft bei der Rückführung der Wagen an der korrekt gewichteten Verteilung der Ankettungen. Links eine Anschlussmöglichkeit, in der Mitte eine, rechts ebenso. Welche der Reihen am meisten Wagen beherrbergt, scheint keinem bestimmbaren Muster zu folgen, doch es ist immer eine einzige, die voller verketteter Wagen ist, während die anderen Parkreihen moderne Tristesse anklagen. Die für eine gerechte Verteilung der Einkaufswagen zusätzlich nötige Wegstrecke von durchschnittlich anderthalb Metern wird vom Gros der Bevölkerung gemieden, denn Zeit ist Plastikequivalent und das Anketten eines Wagens mit zwei Händen voller Einkaufstaschen gestaltet sich ohnehin schon zu einem Zirkusakt der mittleren Schwierigkeistsstufe. Wer je wie ich versucht hat, seinen Euro mit den Zähnen aus dem Einkaufswagen zu ziehen, weiß, wovon ich rede. Und es sieht auch scheiße aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch Rettung naht, denn die Entwicklungsabteilungen der Einkaufswagensicherungshersteller haben mal wieder ganze Arbeit geleistet und präsentieren, derzeit nur vor wenigen ausgewählten Test-Supermärkten, mit berechtigtem Stolz ihre neueste Erfindung: Die auf dem Schiebeholm horizontal an unterschiedlichen Stellen befestigte Kettenarretierung. Es gibt nunmehr Einkaufswagen, an denen diese Arretierung links, mittig oder rechts angebracht ist, was eine selbstgewählte und höchstwahrscheinlich ungewichtete Ankettungsposition für den unmündigen Käufer vereitelt. Strike!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Entwicklung in der Einkaufswagenindustrie lehrt uns: Wir sind zu blöd zu allem. Wir sind unfähig, im Gleichgewicht miteinander zu leben, wir sind zu egoistisch, unser tägliches Handeln unter minimaler Berücksichtigung der Grundbedürfnisse unserer Mitmenschen, die sich letztendlich von unseren eigenen kaum unterscheiden, auszuüben. Wir sind sogar zu dämlich, Einkaufswagen nach der Benutzung einfach halbwegs geordnet wieder zurückzustellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oder aber alles ist ganz anders.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vielleicht ist der Verlust einiger Einkaufswagen für die Supermarktkette ein zu verschmerzender winziger Faktor im Budget. Vielleicht geht es in Wahrheit nur darum, auch noch den letzten Job einzusparen, den jungen Einkaufswagensortierer wegzurationalisieren. Gut platzierte Arretierungen sparen nicht nur Löhne, sondern sie werden auch seltener Gewerkschaftsmitglieder. Vielleicht steuert man also auf den komplett angestelltenfreien Supermarkt hin. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine weitere Beobachtung deutet auf dieses Ziel hin. Es geht um die Musik in Supermärkten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im zu Beginn dieses immer länger werdenden Artikels erwähnten mittelguten Supermarkt in der Nähe läuft zur Berieselung und subtil versteckten Kaufanregung der Kunden eine Art Inhouse-Radiostation, deren Musikauswahl einen bemerkenswerten Spagat zwischen Indierockmainstreamkopien und Samstagzwanziguhrfünfzehn-im-ZDF hinlegt. Was durchaus einen gewissen Unterhaltungswert hat. Fatalerweise wird der Muzak-Stream jedoch im Schnitt alle 70 Sekunden von einem Song unterbrochen, der eigens für die Supermarktkette komponiert, getextet, aufgenommen und produziert wurde. Selbst, wenn man den Supermarkt nur versehentlich betreten und nach wenigen Sekunden wieder verlassen hat: Der Song tut es nie wieder. Meine Kinder singen das Lied unbewusst, ich muss sie jedesmal zu einer halben Stunde “Rockband” zwingen, damit das weggeht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt den Song in den Varianten “Vielleicht vollständiges Lied, schwer zu sagen, da nach 70 Sekunden ohnehin wieder unterbrochen” und “Musik dient nur als Unterlage für mit heuchlerischer Begeisterung eingesprochene Sonderangebotshinweise (männliche Stimme)”. Ich empfinde diese Klänge mittlerweile als Belastung, ich meide wegen ihnen den mittelguten Supermarkt in der Nähe und ich erwäge, dies der Konzernzentrale mitzuteilen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und ich frage mich was mit Menschen passiert, den wenigen gebliebenen Angestellten des Supermarktes nämlich, welche die immer gleiche Melodie acht Stunden am Tag ertragen müssen. Sie nehmen sie nicht mehr bewusst wahr, das weiß ich, doch ihr Gehirn nimmt sie auf, diese Audio-Folter, gegen deren Verursacher man eigentlich Strafantrag stellen müsste. Ich bin überzeugt davon, dass es bleibende Schäden an der Psyche eines Menschen verursacht, der den ganzen Arbeitstag lang immer wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder die gleiche Melodie hören muss und ich habe diese Worte absichtlich alle einzeln getippt und nicht einfach mehrfach kopiert und eingesetzt, als Zeichen meiner Solidarität mit den Angestellten des mittelguten Supermarktes in der Nähe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man darf Menschen so nicht arbeiten lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was die da oben wahrscheinlich auch wissen, und das enttarnt den wahren Zweck der Melodie: Die Konzernchefs warten nur darauf, dass ihre Leute kündigen, weil sie es nicht mehr ertragen können. Lieber werden sie zu 0,5-Liter-Bierflaschen-abhängigen Arbeitslosen, als dass sie noch ein einziges Mal in ihrem Leben diese Melodie hören müssen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der angestelltenfreie Supermarkt wird langsam Realität, es braucht nur gut durchdachte Einkaufswagen und genügend schlechte Musik.&lt;/p&gt;</summary><author><name>Johnny Haeusler</name></author><source gr:stream-id="feed/http://pipes.yahoo.com/pipes/pipe.run?_id=QruHU3843BGtmRkmE5PZnA&amp;_render=rss"><id>tag:google.com,2005:reader/feed/http://pipes.yahoo.com/pipes/pipe.run?_id=QruHU3843BGtmRkmE5PZnA&amp;_render=rss</id><title type="html">Spreeblick ohne Podcast und Mahoni</title><link rel="alternate" href="http://pipes.yahoo.com/pipes/pipe.info?_id=QruHU3843BGtmRkmE5PZnA" type="text/html"/></source></entry><entry gr:crawl-timestamp-msec="1256109641420"><id gr:original-id="">tag:google.com,2005:reader/item/911403d7082f7e94</id><title type="html">Hingabe</title><published>2009-10-21T00:06:17Z</published><updated>2009-10-21T00:06:17Z</updated><link rel="alternate" href="http://feedproxy.google.com/~r/Widmann/~3/qoMs2z2-7PI/hingabe" type="text/html"/><content xml:base="http://www.goetzwidmann.de/" type="html">&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.goetzwidmann.de/index.php/CDs/entry/hingabe"&gt;&lt;img src="http://www.goetzwidmann.de/images/uploads/Ahuga_cd_hingabe_booklet_rgb_v20_sRGB-IEC61966-2_cover_thumb.jpg" border="0" alt="image" name="image" width="100" height="99" align="left" hspace="5" vspace="5"&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Götz Widmann&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Hingabe&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;VÖ: 30.10.2009&lt;br&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align:center"&gt;&lt;a href="http://www.goetzwidmann.de/images/uploads/hingabe_cover.jpg"&gt;&lt;img src="http://www.goetzwidmann.de/images/uploads/Ahuga_cd_hingabe_booklet_rgb_v20_sRGB-IEC61966-2_cover_thumb.jpg" border="0" alt="image" name="image" width="100" height="99"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Götz Widmann: Hingabe&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;VÖ: 30.10.2009&lt;/p&gt;

&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;streiten und liebe machen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;schwanger&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;sozialberuf&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;mannhirn&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;der laptopwebcammann&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;die vier jahreszeiten&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;jesus freak&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;hingabe&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;wie gut mir deine liebe tut&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;die schöne frau hinter der bar&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;bubble bubble blablabla&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;babylon&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;wolke 7&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;iframe src="http://feedads.g.doubleclick.net/~ah/f/7c4gp998hcb85k4n244bpkfhck/468/60#http%3A%2F%2Fwww.goetzwidmann.de%2Findex.php%2FCDs%2Fentry%2Fhingabe" width="100%" height="60" frameborder="0" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Widmann/~4/qoMs2z2-7PI" height="1" width="1"&gt;</content><author gr:unknown-author="true"><name>(author unknown)</name></author><source gr:stream-id="feed/http://feeds.feedburner.com/Widmann"><id>tag:google.com,2005:reader/feed/http://feeds.feedburner.com/Widmann</id><title type="html">Götz Widmann</title><link rel="alternate" href="http://www.goetzwidmann.de" type="text/html"/></source></entry><entry gr:crawl-timestamp-msec="1253511339848"><id gr:original-id="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~ECDFFB52576C1433783CB47AB44B8426F~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton">tag:google.com,2005:reader/item/ca6d778cb124afcb</id><title type="html">Aufstieg der Nerds: Die Revolution der Piraten</title><published>2009-09-21T11:12:42Z</published><updated>2009-09-21T11:12:42Z</updated><link rel="alternate" href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~ECDFFB52576C1433783CB47AB44B8426F~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton" type="text/html"/><summary xml:base="http://www.faz.net/" type="html">&lt;div style="clear:left"&gt;&lt;img style="float:left;padding-right:5px" src="http://www.faz.net/m/%7BBAF1717A-4FB3-4518-8DF1-32AB6B4B7A6E%7DFile2.jpg" width="111" height="174" border="0px"&gt;Sie haben unsere Welt programmiert: Nerds blieben bislang am liebsten unter sich und waren beinahe unsichtbar. Doch mit dem Aufstieg der Piratenpartei betreten sie nun auf einmal die Welt der Politik. Was hat das zu bedeuten?&lt;div style="margin:5px 0 5px 0;border-top:1px solid #7A89CC;font:10px arial;color:#7A89CC;clear:both"&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/s/homepage.html" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt;FAZ.NET - Homepage&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/politik" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Politik&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/gesellschaft" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Gesellschaft&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/wirtschaft" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Wirtschaft&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/finanzmarkt" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Finanzmarkt&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/sport" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Sport&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/feuilleton" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Feuilleton&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/reise" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Reise&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/wissen" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Wissen&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/auto" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Auto&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/computer" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Computer&lt;/a&gt; &lt;/div&gt; &lt;/div&gt;</summary><author gr:unknown-author="true"><name>(author unknown)</name></author><gr:likingUser>03668945676410160140</gr:likingUser><gr:likingUser>01927998640665518771</gr:likingUser><gr:likingUser>13143086045206690097</gr:likingUser><source gr:stream-id="feed/http://www.faz.net/s/RubCC21B04EE95145B3AC877C874FB1B611/Tpl~Epartner~SRss_.xml"><id>tag:google.com,2005:reader/feed/http://www.faz.net/s/RubCC21B04EE95145B3AC877C874FB1B611/Tpl~Epartner~SRss_.xml</id><title type="html">Feuilleton - FAZ.NET</title><link rel="alternate" href="http://www.faz.net" type="text/html"/></source></entry><entry gr:crawl-timestamp-msec="1252881472011"><id gr:original-id="http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/2009/09/12/versandende-sprache/">tag:google.com,2005:reader/item/9ac55b03e238879a</id><category term="Sprachkritik"/><category term="Sprache"/><title type="html">Versandende Sprache</title><published>2009-09-12T10:46:48Z</published><updated>2009-09-12T10:46:48Z</updated><link rel="alternate" href="http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/2009/09/12/versandende-sprache/" type="text/html"/><content xml:base="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/sprachlog" type="html">&lt;p&gt;Ab und zu schafft es ein Sprachnörgler, so ausführlich und uninformiert danebenzugreifen, dass ich mich bei allen guten Vorsätzen nicht daran hindern kann, ausführlich darauf zu antworten. Sprachblogleser Dierk weist in einem &lt;a href="http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/2009/09/12/ruckbesinnung-auf-die-muttersprache/#comment-4898"&gt;Kommentar&lt;/a&gt; auf eine &lt;a href="http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1180778/Dummdeutsch-und-Denglisch-wie-wir-unsere-Sprache-zerstoeren.html"&gt;Glosse&lt;/a&gt; des stellvertretenden Chefredakteurs des Hamburger Abendblatts, Matthias Iken, hin, für die das gilt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Iken fängt eigentlich sehr schön an:&lt;a&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Es war in der Sandkiste, als ich die Hoffnung für die deutsche Sprache wiederfand. Mein Sohn baute eifrig an seiner Sandburg, eine kleine Plastikkelle in der Hand, und glättete die Zinnen. “Ich kelle”, erklärte der Dreijährige mit freudestrahlender Miene, und ich weiß nicht, was ihn glücklicher machte: seine Sand- oder seine Wortschöpfung.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Ikens Vaterstolz ist berechtigt, menschlich und nachvollziehbar. Ich kenne und teile seine Begeisterung für kindliche Sprachschöpfungen. Wir sind da auf der gleichen Wellenlänge.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ändert sich aber im nächsten Absatz. Ab hier sind wir nichtmal mehr im selben Frequenzband. Wir sind sogar in weit auseinanderliegenden Bereichen des elektromagnetischen Spektrums.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Leider versandet dieser kreative Umgang mit der deutschen Sprache mehr und mehr. Auch wenn das Klagelied zum heutigen Tag der deutschen Sprache altbacken klingen mag, es bleibt ein Ohrwurm.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Der kreative Umgang mit der deutschen Sprache versandet! Jetzt sind sicher alle gespannt auf die Evidenz, die Iken für seine Behauptung präsentieren wird:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Einer Allensbach-Umfrage zufolge fürchten 65 Prozent der Bundesbürger, die deutsche Sprache drohe zu verkommen. Bei den über 60-Jährigen sind sogar 73 Prozent pessimistisch.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Ja, wenn die Leute das in einer Meinungsumfrage &lt;em&gt;sagen&lt;/em&gt;, dann muss es natürlich so sein! Wahrheiten werden ja grundsätzlich durch Mehrheitsmeinungen festgelegt. Auf die selbe Art lässt sich &lt;a href="http://de.statista.com/statistik/daten/studie/34/umfrage/glaubensinhalte/"&gt;beweisen&lt;/a&gt;, dass wir eine Seele haben — aber leider auch, dass es kein Leben nach dem Tod gibt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber ich schweife ab. Es gibt doch sicherlich noch mehr Belege für Ikens Behauptung? Aber natürlich:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Wer den Anglizismen und dem Denglisch dieser Tage lauscht, ahnt, dass Kulturpessimismus selten so berechtigt war. In dem babylonischen Sprachgewirr unserer Republik bleibt längst nicht nur die Kreativität und das Verständnis auf der Strecke, sondern eine gesamte kulturprägende Hochsprache - das Deutsche.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Babylonisches Sprachgewirr (da passt mein religiöser Exkurs ja doch…)! Beispiele gefällig? Bitteschön:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Wer heute beispielsweise durch das Internet surft, per Flatrate Software downloadet, seine E-Mails checkt, in Datingclubs mit Singles chattet, Hits in die Charts votet oder clever shoppt - er tut dies muttersprachbefreit.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Wer was durch was macht? Was per was? Seine was? Wo mit wem was tut? Was was in was tut oder wie was macht? Ich verstehe gar nichts mehr…&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vor allem verstehe ich nicht, wie Iken in hoffende Verzückung geraten kann, wenn sein Sohn aus dem Substantiv &lt;em&gt;Kelle&lt;/em&gt; das Verb &lt;em&gt;kellen&lt;/em&gt; ableitet, aber in biblische Verzweiflung gerät, wenn die deutsche Sprachgemeinschaft englische Lehnwörter morphologisch einwandfrei in deutsche Beugungsmuster integriert. Ob man Lehnwörter nun mag oder nicht, es muss einem doch auffallen, dass die eben zitierte Passage durch und durch ein deutscher Satz ist — von der Wortstellung über die Flexionsendungen der Lehnwörter bin hin zu deren Bedeutung (die in allen Fällen enger ist, als in der Gebersprache Englisch). Ich könnte mir kein besseres Beispiel für die strukturelle Integrität der deutschen Sprache vorstellen als Ikens Satz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Überspringen wir den nächsten Absatz, in dem Iken die Schuld am Sprachverfall der Werbeindustrie und dem Jugendlichkeitswahn der Deutschen zuschiebt und machen wir noch einen Versuch, zu verstehen, was an Lehnwörtern so schrecklich ist:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Wann und wie immer ein neues Produkt auf den Markt kommt, eines hat es schon von Werk aus: einen englischen Begriff. Nach dem Wort “Fernbedienung” kam nichts mehr, was sich aus sich selbst heraus erklärt. Elektrogroßmärkte geben eigene Wörterbücher von A(ccess) bis Z(ip) heraus, um selbst noch zu verstehen, was hinter ihren neuen Produkten namens Backbone, D-Sub oder Blu-Ray steckt.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Iken nähert sich hier fast einer Art Einsicht: Wenn eine Sprachgemeinschaft Produkte, Technologien und Praktiken von einer anderen Sprachgemeinschaft übernimmt, übernimmt sie typischerweise auch deren Wörter für diese Dinge. Das ist eine offensichtliche Lösung für ein kommunikatives Problem, es ist einfach, es kostet nichts und deshalb haben Sprachgemeinschaften das schon immer so gemacht (und wer glaubt, die Académie Française sei ein Beispiel dafür, dass es auch anders ginge, der muss sich einfach mal anhören, wie Franzosen tatsächlich reden).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was er nicht versteht — und damit ist er unter Sprachnörglern völlig unauffällig — ist, dass es nicht zum Verständnis beiträgt, die Lehnwörter zu übersetzen, oder auch ganz neue Wörter zu schaffen. Wenn ich nicht weiß, was eine Fernbedienung ist, dann kann ich es aus dem Wort nicht ableiten. Das Wort könnte auch einen Kellner bezeichnen, der nicht am selben Ort sein muss, wie ich, um mir mein Essen zu servieren (analog zum &lt;em&gt;Fernheiler&lt;/em&gt;), oder einen Kellner, der weit laufen muss, um mir mein Bier zu bringen (analog zum &lt;em&gt;Fernfahrer&lt;/em&gt;). Wenn ich aber weiß, was eine Fernbedienung ist, dann ist es auch egal, ob ich sie &lt;em&gt;Remote Control&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;télécommande&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;mando a distancia&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;uzaktan kumanda&lt;/em&gt; oder eben &lt;em&gt;Fernbedienung&lt;/em&gt; nenne. Ich muss es mir in jedem Fall merken, so wie ich mir merken muss, dass ein Baum &lt;em&gt;Baum&lt;/em&gt;, ein Hund &lt;em&gt;Hund&lt;/em&gt; und ein VDS-ler &lt;em&gt;Sprachnörgler&lt;/em&gt; heißt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Leser denkt man sich, was als nächstes kommt. Scheinlehnwörter, oder? Richtig:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Mitunter erfinden sie gar neue Begriffe, die nur englisch anmuten müssen. Handy, Beamer, Hometrainer oder Mailbox mögen importiert klingen, sind aber Unsinn, made in Germany. Wer in den USA oder England mit diesen Begriffen hantiert, macht sich schnell lächerlich. Unübertroffen der deutsche Hersteller eines Rucksacks, der diesem weltweit verstandenen deutschen Wort den modischen Titel body bag umhängte. Blöd nur, dass body bag Leichensack bedeutet. Und auch der Dress Man sollte in Großbritannien erst einmal ein Wörterbuch benutzen, bevor er sich so vorstellt - dort bedeutet Dress Man Transvestit.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/2007/07/02/woher-kommt-das-handy/"&gt;Handy&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/2007/08/01/schon-wieder-das-handy/"&gt;Nochmal Handy&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/2009/03/06/bildwerfer/"&gt;Beamer&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/2007/02/16/body-bag-blues/"&gt;Bodybag&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Mailbox&lt;/em&gt; soll eine deutsche Erfindung sein? Iken spielt hier möglicherweise auf die Tatsache an, dass &lt;em&gt;Bulletin Board Systems&lt;/em&gt; in Deutschland manchmal als &lt;em&gt;Mailbox&lt;/em&gt; &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mailbox_%28Computer%29"&gt;bezeichnet werden&lt;/a&gt;. Aber made in Germany ist der Begriff deshalb nicht. Die elektronischen Postfächer der Nutzer in einem Bulletin-Board-System heißen im englischen Sprachraum, na, wie wohl? Richtig: &lt;em&gt;mailbox&lt;/em&gt;. Und wieso? Richtig, weil Briefkästen und echte (physikalisch existierende) Postfächer im Englischen eben &lt;em&gt;mailbox&lt;/em&gt; heißen. Man müsste also schon sehr spezialisierte Diskurse führen, um sich als Deutscher mit dem Wort &lt;em&gt;mailbox&lt;/em&gt; im englischen Sprachraum lächerlich zu machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und bei &lt;em&gt;Hometrainer&lt;/em&gt; ist mir völlig schleierhaft, worauf Iken hinauswill. Eine deutsche Erfindung ist das Wort &lt;a href="http://www.patentstorm.us/patents/6527681/description.html"&gt;nicht&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dann folgen ein paar Absätze, in denen er sich über Dorffeste aufregt, die &lt;em&gt;Event&lt;/em&gt; heißen, über &lt;em&gt;Nordic Walking&lt;/em&gt; (sowohl das Wort als auch die Aktivität), über &lt;em&gt;Vanilla Latte to go&lt;/em&gt; und, das darf natürlich nicht fehlen, über die Deutsche Bahn. Aber auch über die Kulturschaffenden (Literaturfestival &lt;em&gt;Harbourfront&lt;/em&gt;), die Medien (&lt;em&gt;Morning-Show&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Superchart&lt;/em&gt;) und die Finanzbranche (&lt;em&gt;Twin-Win-Anleihen&lt;/em&gt;) ist er unglücklich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Abschluss wird er dann aber versöhnlich:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Längst gibt es so viele Anglizismen, dass diese Polemik der Zeitung auch als bibelschwerer Sonderdruck beiliegen könnte.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;(Warum diese ständigen biblischen Anspielungen?)&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Aber jeder Furor benötigt Einhalt - und wir wollen nicht päpstlicher werden als der Papst. Popcorn muss nicht zum Puffmais werden und auch der Sport nicht zu den Leibesübungen zurückkehren.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Das ist sehr großzügig. Nur: Warum? Was ist an &lt;em&gt;Popcorn&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Sport&lt;/em&gt; besser als an &lt;em&gt;E-Mail&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Mailbox&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;Harbourfront&lt;/em&gt;. Mit welcher Logik verschont Iken ausgerechnet diese Wörter? Man vermutet, dass da sein persönlicher Geschmack eine Rolle spielt, und der tut (genau wie meiner oder Ihrer) nichts zur Sache.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dann wird er noch großzügiger:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Sprache lebt und verändert sich. Das geht in Ordnung.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;(Irgendwo in luftiger Höhe atmet der deutsche Sprachgeist auf. Er hatte Angst, Iken würde ihm sein Tun gleich ganz verbieten).&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Aber alles, was lebt, hat Respekt verdient. Etwas mehr Respekt, etwas mehr Schöpferkraft, etwas mehr Spaß an der eigenen Sprache hat das Deutsche, haben die Deutschen bitter nötig.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Aber wir &lt;em&gt;haben&lt;/em&gt; Spaß, Herr Iken! Während Sie noch über den Body Bag sinnieren, spielen wir mit unserer Muttersprache in E-Mails, auf Bulletin Boards, im Chat, am Handy, beim Shoppen. Wir benutzen dazu sogar Lehntechnologien und dazugehörige Lehnwörter, die Sie noch gar nicht kennen! Instant Messaging, Skype, Twitter, Wikis, Social Bookmarks,  Massively Multiplayer Online Games, Google Wave, Peer-To-Peer, und manchmal reden wir sogar offline miteinander!&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Gut, dass zumindest die Jugendsprache noch geistreich ist und uns mit Begriffen wie Datenzäpfchen (für USB-Stick ) oder Stockenten (für Nordic Walking) den Spiegel vorhält. Möglicherweise sind schon bald denglische Verwirrungen nicht mehr topmodern, sondern nur noch altmodisch.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/2008/09/15/jugendwort/"&gt;Jugendsprache&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Zu wünschen wäre es. Wie sagte Altbundespräsident Gustav Heinemann: „Deutsch ist eine schwierige Muttersprache. Aber es ist unsere Muttersprache.“&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Nein, das hat Heinemann nie gesagt, ein Kleingeist war er nicht. Iken verwechselt das hiermit: „Es gibt schwierige Vaterländer. Eines von ihnen ist Deutschland. Aber es ist unser Vaterland.“ (&lt;a href="http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/docpage.cfm?docpage_id=89&amp;amp;language=german"&gt;Link&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber er hat noch etwas Tiefsinnigeres gesagt: „Ich liebe nicht den Staat, ich liebe meine Frau“ (&lt;a href="http://www.heinemann-bildungsstaette.de/48.html"&gt;Link&lt;/a&gt;). So geht es mir mit der „deutschen Sprache“: Ich liebe nicht sie, sondern die Menschen, mit denen ich in ihr kommunizieren kann. Woher sie sich ihre Wörter besorgt, ist mir dabei völlig egal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[Nachtrag: Matthias Iken hat auf diesen Beitrag sportlich reagiert und mich eingeladen, mich mit meiner Meinung den Leser/innen des Hamburger Abendblatts zu stellen. Das Ergebnis findet man auf Seite 4 der Druckausgabe vom 18. September 2009 und &lt;a href="http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1189380/Sprachnoergler-sollten-das-Spiel-mitgestalten.html"&gt;hier&lt;/a&gt;.]
&lt;/p&gt;</content><author><name>Anatol Stefanowitsch</name></author><source gr:stream-id="feed/http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/feed/"><id>tag:google.com,2005:reader/feed/http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/feed/</id><title type="html">Sprachlog</title><link rel="alternate" href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/sprachlog" type="text/html"/></source></entry><entry gr:crawl-timestamp-msec="1252667530736"><id gr:original-id="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E0A28838D3013498198D7269F17C119C3~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton">tag:google.com,2005:reader/item/d7041af63003a841</id><title type="html">Guttenberg im Wahlkampf: Ha, ha, ha, ha, ha, welch ein Augenblick!</title><published>2009-09-12T11:13:34Z</published><updated>2009-09-12T11:13:34Z</updated><link rel="alternate" href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E0A28838D3013498198D7269F17C119C3~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton" type="text/html"/><summary xml:base="http://www.faz.net/" type="html">&lt;div style="clear:left"&gt;&lt;img style="float:left;padding-right:5px" src="http://www.faz.net/m/%7BB000188F-3FCB-4D29-AD79-A7CB66A81B16%7DFile2.jpg" width="111" height="79" border="0px"&gt;Unbequem ist angenehm: Der adelige Wirtschaftsminister demonstriert auf Wahlkampftour dem verwöhnten Kronberger Bürgertum die Kunst des stilvollen Reichbleibens.&lt;div style="margin:5px 0 5px 0;border-top:1px solid #7A89CC;font:10px arial;color:#7A89CC;clear:both"&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/s/homepage.html" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt;FAZ.NET - Homepage&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/politik" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Politik&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/gesellschaft" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Gesellschaft&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/wirtschaft" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Wirtschaft&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/finanzmarkt" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Finanzmarkt&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/sport" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Sport&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/feuilleton" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Feuilleton&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/reise" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Reise&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/wissen" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Wissen&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/auto" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Auto&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/computer" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Computer&lt;/a&gt; &lt;/div&gt; &lt;/div&gt;</summary><author gr:unknown-author="true"><name>(author unknown)</name></author><source gr:stream-id="feed/http://www.faz.net/s/RubCC21B04EE95145B3AC877C874FB1B611/Tpl~Epartner~SRss_.xml"><id>tag:google.com,2005:reader/feed/http://www.faz.net/s/RubCC21B04EE95145B3AC877C874FB1B611/Tpl~Epartner~SRss_.xml</id><title type="html">Feuilleton - FAZ.NET</title><link rel="alternate" href="http://www.faz.net" type="text/html"/></source></entry><entry gr:crawl-timestamp-msec="1252515699037"><id gr:original-id="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E32AA32A417EB427CAC1406D860BB3327~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton">tag:google.com,2005:reader/item/f23f12ae42d2227e</id><title type="html">Dieter Althaus: Der eingebildete Gesunde</title><published>2009-09-09T20:57:21Z</published><updated>2009-09-09T20:57:21Z</updated><link rel="alternate" href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E32AA32A417EB427CAC1406D860BB3327~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton" type="text/html"/><summary xml:base="http://www.faz.net/" type="html">&lt;div style="clear:left"&gt;&lt;img style="float:left;padding-right:5px" src="http://www.faz.net/m/%7B6C7EB3B7-9683-4CA3-B9FD-EE23F1C87306%7DFile2.jpg" width="111" height="110" border="0px"&gt;Die jämmerliche Schlussszene des Dramas um Dieter Althaus erhellt, wie es zur politischen Katastrophe kommen konnte. Wie war das möglich, dass man einen Kranken gesundredete und dadurch nun wahrscheinlich seine Genesung behindert hat?&lt;div style="margin:5px 0 5px 0;border-top:1px solid #7A89CC;font:10px arial;color:#7A89CC;clear:both"&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/s/homepage.html" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt;FAZ.NET - Homepage&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/politik" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Politik&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/gesellschaft" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Gesellschaft&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/wirtschaft" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Wirtschaft&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/finanzmarkt" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Finanzmarkt&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/sport" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Sport&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/feuilleton" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Feuilleton&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/reise" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Reise&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/wissen" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Wissen&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/auto" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Auto&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/computer" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Computer&lt;/a&gt; &lt;/div&gt; &lt;/div&gt;</summary><author gr:unknown-author="true"><name>(author unknown)</name></author><gr:likingUser>16755162361304307764</gr:likingUser><source gr:stream-id="feed/http://www.faz.net/s/RubCC21B04EE95145B3AC877C874FB1B611/Tpl~Epartner~SRss_.xml"><id>tag:google.com,2005:reader/feed/http://www.faz.net/s/RubCC21B04EE95145B3AC877C874FB1B611/Tpl~Epartner~SRss_.xml</id><title type="html">Feuilleton - FAZ.NET</title><link rel="alternate" href="http://www.faz.net" type="text/html"/></source></entry><entry gr:crawl-timestamp-msec="1252477071896"><id gr:original-id="http://www.uni-heidelberg.de/presse/news09/pm300907_stud_gebuehr.html">tag:google.com,2005:reader/item/82a450c49d77c591</id><title type="html">Patenschaften für Studiengebühren</title><published>2009-09-09T06:17:51Z</published><updated>2009-09-09T06:17:51Z</updated><link rel="alternate" href="http://www.uni-heidelberg.de/presse/news09/pm300907_stud_gebuehr.html" type="text/html"/><summary xml:base="http://www.uni-heidelberg.de/presse/indexnews.html" type="html">Bewerbungsschluss verlängert bis zum 14. September 2009</summary><author gr:unknown-author="true"><name>(author unknown)</name></author><source gr:stream-id="feed/http://www.uni-heidelberg.de/presse/rss.xml"><id>tag:google.com,2005:reader/feed/http://www.uni-heidelberg.de/presse/rss.xml</id><title type="html">Pressestelle der Universität Heidelberg</title><link rel="alternate" href="http://www.uni-heidelberg.de/presse/indexnews.html" type="text/html"/></source></entry><entry gr:crawl-timestamp-msec="1252310048160"><id gr:original-id="http://www.faz.net/s/RubEBED639C476B407798B1CE808F1F6632/Doc~E78DA33F07BB44010A52C8B6E121741BE~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton">tag:google.com,2005:reader/item/e4e02c252636bfbd</id><title type="html">New York vor 400 Jahren: Die Biber vom Times Square</title><published>2009-09-06T10:40:00Z</published><updated>2009-09-06T10:40:00Z</updated><link rel="alternate" href="http://www.faz.net/s/RubEBED639C476B407798B1CE808F1F6632/Doc~E78DA33F07BB44010A52C8B6E121741BE~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton" type="text/html"/><summary xml:base="http://www.faz.net/" type="html">&lt;div style="clear:left"&gt;&lt;img style="float:left;padding-right:5px" src="http://www.faz.net/m/%7BD8D5F48E-274C-4745-9831-E8A04AC1928A%7DFile2.jpg" width="111" height="148" border="0px"&gt;Wären keine Wolkenkratzer aus dem Boden gewachsen, wäre Manhattan zum Kronjuwel der amerikanischen Nationalparks geworden - behauptet eine Ausstellung in New York. Und wagt einen Blick auf die nächsten 400 Jahre, in denen die Großstadt ums Überleben kämpfen muss.&lt;div style="margin:5px 0 5px 0;border-top:1px solid #7A89CC;font:10px arial;color:#7A89CC;clear:both"&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/s/homepage.html" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt;FAZ.NET - Homepage&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/politik" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Politik&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/gesellschaft" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Gesellschaft&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/wirtschaft" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Wirtschaft&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/finanzmarkt" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Finanzmarkt&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/sport" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Sport&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/feuilleton" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Feuilleton&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/reise" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Reise&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/wissen" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Wissen&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/auto" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Auto&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/computer" style="font-size:10px;color:#7A89CC;text-decoration:none"&gt; | Computer&lt;/a&gt; &lt;/div&gt; &lt;/div&gt;</summary><author gr:unknown-author="true"><name>(author unknown)</name></author><source gr:stream-id="feed/http://www.faz.net/s/RubCC21B04EE95145B3AC877C874FB1B611/Tpl~Epartner~SRss_.xml"><id>tag:google.com,2005:reader/feed/http://www.faz.net/s/RubCC21B04EE95145B3AC877C874FB1B611/Tpl~Epartner~SRss_.xml</id><title type="html">Feuilleton - FAZ.NET</title><link rel="alternate" href="http://www.faz.net" type="text/html"/></source></entry></feed>