Arts & Culture

Wird geladen
2015

Die archäologischen Funde aus Ham(ma)burg 

Hamburg hat als stolze historische Hansestadt ein ausgeprägtes Traditionsbewusstsein und ein Geschichtsbild, das durch zahlreiche scheinbar unumstößliche Eckpunkte vorgezeichnet ist. Ludwig der Fromme, machte Hammaburg zum Hauptort Nordelbiens. Hammaburg war ein Zentralort mit Handwerk und Handel. Gusstiegel zeugen von Metallverarbeitung, Geweih- und Knochenabfälle von Knochenschnitzerei, Webgewichte von Tuchherstellung. Ab dem 9. Jahrhundert gelangten Waren aus vielen Regionen hierher, der Ort wurde eine Drehscheibe für den überregionalen Handel.

DIE ANFÄNGE
Der Bereich der Hamburger Altstadt wurde seit der Jungsteinzeit immer wieder sporadisch aufgesucht. Spuren einer dauerhaften Besiedlung in Form von Hausgrundrissen, Abfallgruben oder Grabanlagen konnten bislang nicht aufgedeckt werden. So blieb es bisher bei vereinzelten Funden von Steinwerkzeugen und Gefäßscherben. 
Frühe Christen
Die Hammaburg war 817/22 nach ihrem Ausbau zu einer wichtigen Grenzfestung am Nordrand des Fränkischen Reichs aufgestiegen. Um die Missionierung der nördlich benachbarten Regionen voranzutreiben und diese letztlich tributpflichtig zu machen, entsandte der Sohn Karls des Großen, Kaiser Ludwig der Fromme, im Jahr 834 den loyalen und erfahrenen Missionar Ansgar nach Hammaburg.Die christliche Religion ist die wichtigste Wurzel unserer Kultur. Ihre Verbreitung in Norddeutschland ist daher ein besonders bedeutendes historisches Ereignis.
BAUBOOM IN HAMMABURG
Um 900 wurde die mächtige Hammaburg III errichtet, der Hafen ausgebaut und die Reichenstraßeninsel besiedelt, auch ein Ufermarkt entstand. Hammaburg lag im Schnittpunkt wichtiger Handelsrouten und hatte Verbindungen in weit entfernte Regionen.
SCHLUSS
Der Domplatz ist der historisch bedeutendste Ort Hamburgs. Archäologische Ausgrabungen erbrachten zahlreiche Spuren seiner wechselvollen Geschichte. Hier liegt die Keimzelle der Hansestadt: die „Hammaburg“, die der Stadt im 9. Jahrhundert ihren Namen gab. Im Schutze der Hammaburg baute Erzbischof Ansgar die erste Holzkirche als Missionsstützpunkt für die Christianisierung Dänemarks und Schwedens sowie der Slawen im Ostseeraum. Bei Ausgrabungen in der Hamburger Altstadt wurde überwiegend spätsächsische Keramik gefunden, doch gibt es auch slawische Töpfereiprodukte. Unter den Scherben finden sich auch Waren, die von weit her über den Seehandel nach Hamburg gekommen sind und von den internationalen Handelsbeziehungen der Hamburger Kaufleute zeugen.
Archäologisches Museum Hamburg Stadtmuseum Harburg|Helms-Museum
Quelle: Ausstellung

DIREKTOR & LANDESARCHÄOLOGE
Rainer-Maria Weiss

AUTOREN
Jochen Brandt, Elke Först, Yvonne Krause, Lisa Hansen, Michael Merkel, Ingo Petri, Rainer-Maria Weiss

REDAKTION
Michael Merkel

SCHLUSSREDAKTION
Kathrin Mertens

ÜBERSETZUNG
Marlene Hofmann

SCHLUSSREDAKTION ÜBERSETZUNG
Jeffrey Lucas

FOTOS
Archäologisches Museum Hamburg Stadtmuseum Harburg|Helms-Museum,Thorsten Weise, Matthias Friedel (Luftbildfotografie)

KURATOR DER AUSSTELLUNG
Ingo Petri

Quelle: Alle Medien
Diese Ausstellung wurde möglicherweise von einem unabhängigen Dritten erstellt und spiegelt nicht zwangsläufig die Ansichten der unten angegebenen Institutionen wider, die die Inhalte bereitgestellt haben.