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    Patents

    1. Advanced Patent Search
    Publication numberWO2013050014 A1
    Publication typeApplication
    Application numberPCT/DE2012/000953
    Publication dateApr 11, 2013
    Filing dateOct 1, 2012
    Priority dateOct 7, 2011
    Also published asDE102011115060A1
    Publication numberPCT/2012/953, PCT/DE/12/000953, PCT/DE/12/00953, PCT/DE/2012/000953, PCT/DE/2012/00953, PCT/DE12/000953, PCT/DE12/00953, PCT/DE12000953, PCT/DE1200953, PCT/DE2012/000953, PCT/DE2012/00953, PCT/DE2012000953, PCT/DE201200953, WO 2013/050014 A1, WO 2013050014 A1, WO 2013050014A1, WO-A1-2013050014, WO2013/050014A1, WO2013050014 A1, WO2013050014A1
    InventorsMartin Klare, Frank Gischer, Markus Kaiser, Thomas Veit
    ApplicantDreve Prodimed Gmbh
    Export CitationBiBTeX, EndNote, RefMan
    External Links: Patentscope, Espacenet
    Verfahren zur herstellung von ohrschalen
    WO 2013050014 A1
    Abstract
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung der Außenhülle eines im Ohr tragbaren Hörhilfsgerät mit einer individuell geformten Schale, wobei die Schale auf der Basis von dreidimensionalen Daten aus einem Fräsrohling gefräst wird und in den Fräsrohling ein oder mehrere leitende Strukturen oder Drähte eingebettet werden, und zwar in Bereichen, in den sich die zu fräsende Schale befindet, so dass die Strukturen oder Drähte die Wandung der Schale durchgreifen.
    Claims  (OCR text may contain errors)
    Patentansprüche :
    Verfahren zur Herstellung der Außenhülle eines im Ohr tragbaren Hörhilfsgerät mit einer individuell geformten Schale, dadurch
    gekennzeichnet, dass die Schale auf der Basis von dreidimensionalen Daten aus einem
    Fräsrohling gefräst wird.
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
    gekennzeichnet, dass in den Fräsrohling ein oder mehrere leitende Strukturen oder Drähte eingebettet werden, und zwar in Bereichen, in den sich die zu fräsende Schale befindet, so dass die Strukturen oder Drähte die Wandung der Schale durchgreifen.
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in oder auf die Schale und/oder im Bereich des Durchtritts de Strukturen oder Drähte durch die Wandung der Schale erforderliche leitende Strukturen direkt mittels Laser auf und/oder in die Schale gescannt werden und anschließend eine Metallisierung in einem Metallisierungsbad vorgenommen wird und so die leitenden
    Strukturen aufgebaut werden.
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Fräsrohling aus einem thermoplastischen Werkstoff
    hergestellt wird, der Additive aufweist, dass der Werkstoff selektiv mittels Laser
    oberflächig der Schalenwandung weggebrannt wird und aus den metallische Partikel
    aufweisenden Additiven Metallkeime freigelegt werden, auf denen nachfolgend im
    Metallisierungsbad oder Galvanisierungsbad Metall abgeschieden wird, um die leitenden Strukturen aufzubauen.
    Description  (OCR text may contain errors)

    Verfahren zur Herstellung von Ohrschalen

    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur

    Herstellung mittels Abtragung von individuell an die Konturen eines Ohrkanals angepassten

    Ohrpassstücken auf der Basis eines

    multidimensionalen Computermodells der Konturen der Ohrpassstücke.

    Ohrpassstücke werden heutzutage im Wesentlichen mittels 2 unterschiedlicher Verfahren

    hergestellt. Beim so bezeichneten PNP-Verfahren (Positiv-Negativ-Positiv) nimmt der

    Hörgeräteakustiker in einem ersten Schritt einen Ohrabdruck (Positiv) zur Herstellung einer

    Otoplastik (für hinter dem Ohr getragene Geräte) oder einer Schale (für im Ohr getragene Geräte) . In einem zweiten Schritt wird mittels der

    Abformung eine Negativform (N) angefertigt, in die nachfolgend eine strahlungshärtbare,

    niedrigviskose Formulierung gegossen und

    daraufhin belichtet wird. Das so gefertigte

    Ohrpassstück (Positiv) muss dem Gehörgang optimal angepasst sein. Andernfalls würden ungenaue

    Passstücke Beschwerden (z.B. Druckstellen) verursachen und die Funktion von Hörgeräten beeinträchtigen (z. B. Rückkopplungen).

    Demzufolge ist es wichtig, dass die Formulierung möglichst niedrigviskos d.h. „gut fließend" ist, so dass auch Unterschnitte und feinste

    Oberflächentexturen vom Material ausgefüllt und so abgebildet werden können.

    Als weitere Verfahrensgruppe für die Herstellung von Ohrpassstücken, die auf der Basis digitaler

    BESTÄTIGUNGSKOPIE Daten funktioniert, kommen Schichtbauverfahren wie z.B. die Stereolithographie zum Einsatz. Es ist aus US Pat. 4,575,330 bekannt, dass

    niedrigviskose, strahlungshärtbare Harze bzw. Harzgemische für die Herstellung von

    dreidimensionalen Objekten mittels

    Stereolithographie eingesetzt werden können.

    Ferner ist aus US Pat. 5,487,012 und WO 01/87001 bekannt, dass die Stereolithographie vorteilhaft zur Herstellung von Ohrstücken eingesetzt werden kann. Beim stereolithographischen Verfahren werden dreidimensionale Objekte aus einer

    niedrigviskosen, strahlungshärtbaren Formulierung in der Weise aufgebaut, dass jeweils eine dünne Schicht (ca. 0,0025-0,1 mm) der Formulierung mittels aktinischer Strahlung in definierter Weise so vorhärtet, dass die erzeugte Schicht die gewünschte Querschnittsform des Objektes an dieser Stelle vorweist. Zeitgleich wird die erzeugte Schicht an die im Schritt zuvor

    gehärtete Schicht polymerisiert . Der Aufbau des Gesamtobjektes lässt sich so mit Hilfe eines computergesteuerten Lasersystems wie z.B. eines Nd:YV04 Festkörperlasers (Viper si2 SLA System, Fa. 3D Systems, USA) bewerkstelligen. Der

    generierte Formkörper wird gegebenenfalls, z.B. durch Strahlung, nachgehärtet.

    An die im stereolithographischen Prozess

    einsetzbaren Harzformulierungen werden besondere Anforderungen gestellt. Dabei sind insbesondere die Strahlungsempfindlichkeit und die Viskosität der Harzformulierungen, sowie die Festigkeit der mittels Laserhärtung vorgehärteten Formkörper zu nennen. Dieser nicht völlig gehärtete Formkörper wird in der Technik der Stereolithographie als Grünling bezeichnet, und die Festigkeit dieses Grünlings, charakterisiert durch den E-Modul und die Biegefestigkeit, bezeichnet man als

    Grünfestigkeit. Die Grünfestigkeit stellt für die Praxis der Stereolithographie einen wichtigen Parameter dar, da Formkörper mit geringer

    Grünfestigkeit sich während des

    Stereolithographieprozesses unter ihrem eigenen Gewicht deformieren oder während der Nachhärtung, beispielsweise mit einer Xenonbogen- oder

    Halogenlampe, absacken oder sich durchbiegen können. Ferner werden verfahrensbedingt die

    Grünlinge auf unterstützenden Strukturen,

    sogenannten Supports, gebaut. Diese Supports müssen den Grünling stabil während des gesamten Herstellprozesses positionieren, da sich die

    Position der Grünlinge nicht durch den

    Beschichtungsprozesses verändern darf.

    Entsprechend dürfen die Supports für einen stereolithographischen Prozess nur eine minimale Flexibilität aufweisen. Aus all diesen Gründen ist es heutzutage nur sehr eingeschränkt möglich, flexible Ohrpassstücke auf der Basis 3- dimensionaler Daten zu generieren. Zum einen ist es für das stereolithographische Verfahren notwendig, möglichst niedrigviskose Harze (<

    3Pas) einzusetzen. Aus diesem Grunde sind gewisse Materialklassen, wie z.B. Silikonmaterialien oder hochgefüllte Composite, nicht oder nur sehr eingeschränkt zugänglich. Zum anderen besitzen die im o.g. Sinne niedrigviskosen, radikalisch härtenden Harzformulierungen für die Generierung flexibler Ohrpassstücke eine nur geringe

    Reißfestigkeit und sind somit nur für ausgewählte Applikationen im Hörhilfebereich einsetzbar.

    Außerdem sind mit Metallpartikeln gefüllte Harze für generative Fertigungstechnologien und anschließende Laserdirektstrukturierung zur

    Herstellung von Ohrpassstücken als

    Schaltungsträger aufgrund der Sedimentation der etallpartikel nicht realisierbar.

    Die aktuelle Generation der Hörhilfegeräte ist häufig mit der Möglichkeit ausgestattet, drahtlos

    Signale zwischen dem Hörhilfegerät und einem weiteren Gerät, wie z.B. einem weiteren

    Hörhilfegerät, einem Kommunikationsgerät oder einer Fernbedienung zu übertragen. Aus diesem

    Grunde weisen die Hörhilfegeräte eine Spule oder

    Antenne auf.

    Im Allgemeinen besteht die Außenhülle eines im Ohr tragbaren Hörhilfegerätes aus einer

    individuell geformten Schale und einer

    vorgefertigten Deckelplatte, auch Faceplate genannt. Unter Berücksichtigung eines möglich effizienten Produktionsprozesses werden weitere Gerätekomponenten, z.B. Schallwandler, eine

    Batterie zur Spannungsversorgung oder Komponenten zur Signalübertragung an der Faceplate befestigt, falls möglich. Dies gilt des Weiteren auch für die zum drahtlosen Senden oder Empfangen

    notwendige Antenne bzw. Spule. Ein großer

    Nachteil dabei ist aber, dass sich der

    Platzbedarf für die an der Faceplate angeordneten Bauelemente vergrößert. Weiterhin ist es

    schwierig, die an der Faceplate angebrachte Spule bzw. Antenne individuell auszurichten. Aufgrund des oben beschriebenen erhöhten Platzbedarfs und der individuellen Ohrgeometrie wird häufig der im Ohrkanal verfügbare Raum nicht optimal genutzt und deshalb müssen die Ohrpassstücke größer hergestellt werden, als unter klinischen und kosmetischen Gesichtspunkten notwendig. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, bei dem der für die Antenne erforderliche Platzbedarf minimiert wird und die individuelle Ausrichtung der Antenne wesentlich vereinfacht wird und somit im Vergleich zum Stand der Technik eine erhöhte Integrationsdichte und Miniaturisierung der Hörhilfen realisiert werden kann. Diese

    Aufgabenstellung wird dadurch gelöst, dass auf der Basis von 3-dimensionalen Daten das

    Ohrpassstück aus einem Fräsrohling gefräst wird. Die beigefügte Abbildung 1 soll die Erfindung skizzieren, die beigefügte Abbildung 2 zeigt eine Sicht von oben. Dieser Fräsrohling (siehe

    Abbildung 1 a) besteht aus einem

    thermoplastischen Werkstoff, der sich für eine Laserdirektstrukturierung eignet. Solche

    Werkstoffe sind beispielsweise unter den Namen LCP Vectra E820i-LDS (Fa. Ticona), LCP Vectra E840i-LDS (Fa. Ticona), PET+PBT Pocan DP T7140 LDS (Fa. Lanxess Deutschland GmbH), PBT Pocan DP 7102 (Fa. Lanxess Deutschland GmbH) oder PA6/6T Ultramid T 4381 LDS (Fa. BASF AG) kommerziell erhältlich. Der Rohling kann in einer besonderen Ausführungsform zusätzlich noch eine oder mehrere definiert eingelegte leitende Strukturen , wie z.B. einen oder mehrere aus Cu bestehende Drähte enthalten (siehe Abbildung 1 b) . Nach dem Fräsen des Grundkörpers der Hörhilfe (siehe Abbildung 1 c) werden dann mittels Laserstrukturierung die gewünschten leitenden Strukturen direkt mittels eines Lasers auf/in das Bauteil gescannt und anschließend eine Metallisierung in einem

    Metallisierungsbad (z.B. Elektrolyt Cu)

    durchgeführt . Bei dieser Technik bildet der o.g.

    thermoplastische Werkstoff, der ein Additiv enthält, die Basis. Durch die mittels Laser durchgeführte Bestrahlung wird zum einen der Kunststoff selektiv weggebrannt und zum anderen aus dem Additiv Metlallkeime freigesetzt. Auf diese kann nachfolgend z.B. eine

    Kupferabscheidung im Galvanisierungsbad erfolgen. Darauf aufbauend ergeben sich weitere

    Verfahrensvarianten. Es können z.B. auf die zunächst aufgebrachte Cu- Schicht weitere

    funktionelle Schichten abgeschieden werden wie beispielsweise Ni oder Ni/Au Kombinationen. Für den Fräsrohling in der besonderen o.g.

    Ausführungsform besteht die zusätzliche

    Möglichkeit, die Leiterbahn auf der Außenseite der Hörhilfe anzubringen, unter Einbeziehung der beiden Durchschlagspunkte d. ) der implementierten Leiterbahn, um somit eine direkte Ankopplung der laserstrukturierten Leiterbahn (z.B. Antenne) durch die Schale zur inneren Elektronik

    herzustellen .

    Patent Citations
    Cited PatentFiling datePublication dateApplicantTitle
    WO2001087001A2Jul 26, 2001Nov 15, 2001Phonak AgMethod for manufacturing hearing devices
    EP0398237A2 *May 15, 1990Nov 22, 1990Ascom Audiosys AgVerfahren zur Herstellung von Hörgeräten
    EP1351551A2 *Mar 20, 2003Oct 8, 2003Siemens Audiologische Technik GmbHKontaktvorrichtung für Hörgeräte
    US4575330Aug 8, 1984Mar 11, 1986Uvp, Inc.Apparatus for production of three-dimensional objects by stereolithography
    US5487012Oct 12, 1994Jan 23, 1996Topholm & Westermann ApsMethod of preparing an otoplasty or adaptive earpiece individually matched to the shape of an auditory canal
    Classifications
    International ClassificationB23C1/16, H04R25/00
    Cooperative ClassificationH04R25/652, H04R25/658
    Legal Events
    DateCodeEventDescription
    May 29, 2013121Ep: the epo has been informed by wipo that ep was designated in this application
    Ref document number: 12784419
    Country of ref document: EP
    Kind code of ref document: A1
    Jun 6, 2013DPE2Request for preliminary examination filed before expiration of 19th month from priority date (pct application filed from 20040101)
    Oct 29, 2014122Ep: pct application non-entry in european phase
    Ref document number: 12784419
    Country of ref document: EP
    Kind code of ref document: A1